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Aktion von Extinction Rebellion

Aktivisten kündigen Straßen-Blockade in der Karlsruher Innenstadt an

Anlässlich des „Earth Overshoot Days“ finden in zahlreichen Städten Aktionen statt. In Karlsruhe wird am Mittwochabend eine Umweltinitiative eine Kreuzung mehrmals blockieren – mit Kenntnis der Stadt.

Umweltaktivisten sitzen und stehen während einer Demonstration auf der Fahrbahn auf der Washingtonstraße. Mitglieder der Klimaschutzgruppe Extinction Rebellion blockierten im Stadtteil Kaditz eine Kreuzung.
Mit einer angemeldeten Performance-Blockade möchten Umweltaktivisten der Extinction Rebellion am Mittwochabend eine Kreuzung in der Innenstadt (hier ein Symbolbild) blockieren. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Mit einer Straßenblockade wird am Mittwochabend die Geduld der Karlsruher Autofahrer auf die Probe gestellt. Die Umweltaktivisten der Extinction Rebellion (XR) kündigen an, die Kreuzung der Hans-Thoma- und Waldstraße zeitweise mit einer Performance besetzen zu wollen.

Die Veranstaltung wurde von der Gruppierung offiziell bei den Behörden angemeldet, im Rahmen des Versammlungsrechts. Bundesweit werden die Aktivisten am 2. August auf die Straßen gehen.

Aktion in Karlsruhe soll zwei Stunden dauern

Zwischen 18 und 20 Uhr wollen die Mitglieder an der innenstädtischen Kreuzung präsent sein – die Blockade wird aber nicht die zwei Stunden andauern. Der Plan: Fünf bis zehn Minuten soll während Aufführungen die Kreuzung gesperrt sein – solange dauert die Performance etwa.

Das soll sich zu jeder halben Stunde wiederholen. Die Stadt Karlsruhe betont, die Dauer der Veranstaltung bis auf 20 Uhr beschränkt zu haben. Clemens Pasch, ein Sprecher der XR in Karlsruhe erklärt, dass die Aktion bis 22 Uhr geplant worden war.

Zwischen zehn und 30 Teilnehmer in Karlsruhe erwartet

Anlass für die Aktion ist der Earth Overshoot Day – der Erd-Überlastung-Tag. Das Datum markiert den fiktiven Zeitpunkt, an dem die Menschheit die Ressourcen der Ökosysteme verbraucht, die die Erde in einem Jahr verfügbar machen kann. „Aktivisten nehmen den Tag zum Anlass, um das Ende der schonungslosen Ausbeutung der physischen und sozialen Ressourcen zu fordern“, schreibt die Gruppierung in einer Pressemitteilung.

Um Ausbeuter und Ausgebeutete gehe es in der mehrminütigen Performance, die während der Blockade gespielt wird, so die Extinction Rebellion. Der Mensch als Nutznießer natürlicher Ressourcen habe die Fähigkeit verlernt, den viel zu hohen Verbrauch zu erkennen und darauf zu reagieren. Zwischen zehn und 30 Teilnehmer erwartet XR-Mitglied Pasch am Mittwochabend.

Die Karlsruher Polizei erklärt gegenüber dieser Redaktion: „Die Polizei wird im Bedarfsfall mit einer angemessenen Anzahl von Beamten ungeachtet der Zuordnung einer Protestorganisation eingesetzt sein.“ Einschreiten werde man abhängig von der Lage im Einzelfall, sagt ein Sprecher.

Zahlreiche Aktionen in der Vergangenheit

In Karlsruhe haben schon mehrere Umwelt-Gruppierungen mit Aktionen auf sich und ihre Anliegen aufmerksam gemacht – erst jüngst blockierten Mitglieder der Letzten Generation die Kriegsstraße am Ettlinger Tor in Richtung Westen.

Aktivisten der „End Fossil Occupy“ im Audimax am KIT
Das Audimax am KIT ist im November 2022 von Aktivisten der Gruppe „End Fossil Occupy“ besetzt worden. Die jungen Menschen forderten vom KIT unter anderem den kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien. Foto: Jörg Donecker

Einige Wochen zuvor machte die Letzte Generation mit einer spektakulären Aktion vor dem Bundesverfassungsgericht Schlagzeilen. Im Mai 2023 stürmten zwei Personen das Gerichtsgelände. Im Anzug und mit einer Olaf-Scholz-Maske auf dem Gesicht trug dabei einer einen Schlagbohrer um, so die Erklärung, den Namensquader des Verfassungsgerichts zu beschädigen. Einsatzkräfte der Polizei nahmen die Aktivisten vorher fest.

Im November 2022 besetzten Mitglieder von End Fossil! Occupy Karlsruhe den größten Hörsaal des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) auf dem Campus Süd. Wenige Tage später wurde mit der Universitätsleitung ein Kompromiss geschlossen.

Im Juli 2023 haben Unbekannte die Luft aus Reifen an insgesamt 36 geparkten Autos in der Ost-, West- und Innenstadt abgelassen – dabei hinterließen sie auch Botschaften an den Fahrzeugen.

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