Skip to main content

Zu dritt im Auto

Amtsrichter in Karlsruhe reduziert Strafe für Corona-Verstoß deutlich

350 Euro sollte ein 22-Jähriger an Strafe bezahlen, weil er zu Hoch-Zeiten des Corona-Lockdowns im April gemeinsam mit drei Freunden im Auto saß und bestelltes Essen abholen wollte. Er wehrte sich mit Erfolg: Der Amtsrichter fand eine Geldbuße von 100 Euro angemessen.

Coronaregeln: Verstoße gegen die einschlägigen Verordnungen können teuer werden. Jetzt hat das Amtsgericht eine Geldbuße reduziert. Foto: Jörg Donecker

Es ist der 13. April, Corona-Hoch-Zeit im Frühjahr. Die drei jungen Männer sitzen gemeinsam im Auto auf dem Weg von Blankenloch zu einem Lokal in Rintheim. Dort haben sie sich Essen bestellt. Doch bis Rintheim kommen sie nicht. Eine Polizeistreife stoppt sie und konfrontiert sie mit der Corona-Verordnung. „Da saßen drei Personen aus drei verschiedenen Hausständen im Auto“, sagt in der Rückschau einer der Polizisten, die sie kontrollieren. Anzeige. Die Rechnung kommt prompt: 350 Euro pro Nase.

Einer der drei jungen Männer, er absolviert bei einem Autohaus in Karlsruhe eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker, ist nicht einverstanden. Der 22-Jährige legt Widerspruch ein. Vor dem Amtsgericht formuliert der 22-Jährige seine Einwände. „Das war unfair“, erklärt er dem Gericht. „Wir treffen uns regelmäßig und wussten nicht, dass wir uns nicht gemeinsam im Auto aufhalten durften.“ Und im Übrigen: 350 Euro pro Person – das sei kein Pappenstiel für einen, der 900 Euro monatlich verdiene.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang