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Keine Auswirkungen auf Arbeitslosenzahlen

Arbeitsmarkt in Karlsruhe zeigt sich trotz neuem Corona-Lockdown robust

Der Arbeitsmarkt in der Region Karlsruhe-Rastatt trotzt zum Jahresende den coronabedingten Einschränkungen auf das öffentliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland und zeigt sich von seiner robusten Seite. 

Die Arbeitsagenturen hat heute die aktuellen Zahlen für Dezember bekanntgegeben. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Im Dezember gab es in der Region einen geringfügigen Rückgang der Arbeitslosigkeit, der sich jedoch nicht auf die unveränderte Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent auswirkt, teilte die Agentur für Arbeit mit.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt waren im Dezember 24.915 Menschen ohne Arbeit, 6.024 mehr als im Vorjahresvergleich. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,2 Prozent und somit einen Prozentpunkt über dem Vorjahresniveau.

Corona-Lockdown zeigt keine Auswirkungen auf Arbeitslosenzahlen

„Erfreulicherweise hat sich im Dezember der erneute Lockdown bisher nicht auf die Arbeitslosenzahlen ausgewirkt. Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigt uns, dass die Unternehmen weitsichtig agieren und statt auf Personaleinsparungen zu setzen, von der Möglichkeit des Kurzarbeitergelds Gebrauch machen. Allerdings war das Stichdatum für die Dezember-Statistik Mitte des Monats, wodurch die Auswirkungen der Verschärfung des Lockdowns sich noch nicht bemessen lassen“, resümiert Ingo Zenkner, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt.

Er blickt verhalten positiv auf die Aussichten für das neue Jahr: „Die ersten Monate des neuen Jahres werden zeigen, wie robust unser Arbeitsmarkt durch die Krise kommt. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass es keine spürbare Insolvenzwelle geben wird, die zu einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit führt.“

Unternehmen stellen aber zurückhaltender ein

Nachdem 2019 die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt mit 3,2 Prozent noch den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung darstellte, lag sie im abgelaufenen Jahr bei 4,1 Prozent. Eine der Ursachen hierfür war eine zurückhaltende Einstellungsbereitschaft bei den Unternehmen in der Region, die auf die Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie zurückzuführen sind.

Im Bereich der Geschäftsstelle Karlsruhe, die neben der Stadt auch einige Umlandgemeinden umfasst, hat sich die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember geringfügig um 45 auf 10.765 Personen verringert. Das waren 2.590 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 4,5 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,4.

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 154 Stellen auf 3.156 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 324 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Dezember 806 neue Arbeitsstellen, 60 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 8.702 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 2.608.

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