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ÖPNV-Shutdown

Aufarbeitung des Karlsruher Schienenchaos dauert weiter an – letzte Bahn ist gereinigt

Die Ursachenforschung nach dem Karlsruher ÖPNV-Shutdown läuft auch einen Monat später noch. Die letzte Bahn wurde am Donnerstag gereinigt. Ein Gleisabschnitt bleibt aber weiterhin gesperrt.

Noch immer verschmutzt: Die Schienen vor dem Städtischen Klinikum wurden noch nicht gereinigt, in diesem Bereich läuft die Beweissicherung. In Richtung Knielingen-Nord fährt der Schienenersatzverkehr. Foto: Jörg Donecker

Neben der Haltestelle Städtisches Klinikum klettern am Donnerstagvormittag zahlreiche Menschen aus dem Schienenersatzbus mit Tübinger Kennzeichen. Die Bahnsteige und Gleise direkt daneben sind weiterhin gesperrt. Einen Monat nachdem zähflüssige Vergussmasse auf Schienen, in Weichen und an den Bahnen das Karlsruher ÖPNV-Netz in den Ausnahmezustand versetzt hat, ist die Beweissicherung dort noch immer nicht abgeschlossen.

Dass das Chaos in dem erst vor wenigen Monaten runderneuerten Abschnitt vor dem Klinikum begann, gilt als einigermaßen sicher – auch wenn offiziell niemand dem Gutachten vorgreifen möchte, das die Schuldfrage klären soll. Die Experten-Analyse ist brisant, denn sie weist mit Blick auf die Gesamtkosten im Millionenbereich vermutlich in eine Richtung. Hinter vorgehaltener Hand äußert der ein oder andere seine Theorie. Im Fokus stehen häufig der Hersteller des Materials und die Baufirma, die es eingesetzt hat.

Denkbar sei etwa eine Verunreinigung der Charge, aber auch, dass das Bauunternehmen minderwertiges Material verwendete, um Kosten zu sparen. Ursache könne auch die unsachgemäße Verarbeitung sein, sagen Experten. Manche Materialien müssen vor Ort aus zwei Komponenten angemischt werden. Ist es dabei zu warm oder zu kalt, ist die Luft zu feucht oder das Haltbarkeitsdatum überschritten, könnten Probleme auftreten.

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