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Gelöschte Online-Nachrichten erschweren Ermittlungen

Pornographie-Verdacht: Warum es beim ehemaligen Staatstheater-Mitarbeiter keine Durchsuchungen gab

Ein ehemaliger Spartenleiter aus Karlsruhe soll Nacktfotos verschickt und junge Schauspieler mit unangemessenen Nachrichten belästigt haben. Als die Vorwürfe bekannt wurden, waren plötzlich seine Accounts weg.

Am Badischen Staatstheater in Karlsruhe kehrt keine Ruhe ein: Gegen aktuelle und ehemalige Mitarbeiter laufen weiterhin Ermittlungen. Foto: Rake Hora

Bis Ende Juni war er andauernd auf Instagram aktiv. Er postete private Fotos, kurze Videoclips, manchmal in ausgefallenen Outfits, mal ganz leger. Und er schrieb jungen Männern private Nachrichten. Wegen manchen davon ermittelt nun die Karlsruher Staatsanwaltschaft.

Nur: Seine Instagram- und Facebook-Accounts konnte der beschuldigte ehemalige Spartenleiter des Badischen Staatstheaters vermutlich in aller Ruhe aus dem Netz nehmen. Kurz nachdem nämlich ebenfalls auf Instagram öffentlich Vorwürfe gegen ihn geäußert worden waren, waren seine Profile nicht mehr zu erreichen.

Das beunruhigt viele der Betroffenen, die von ebendiesen Profilen teilweise über Jahre hinweg unangemessene Nachrichten erhalten hatten. Sie fragen sich: Wieso warteten die Behörden mit der Aufnahme von Ermittlungen so lange, bis die Nachrichten schon seit mehreren Wochen weg waren? Und sind diese nun für die Strafverfolgungsbehörden verloren?

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