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Amtsgericht hatte Strafverfahren abgelehnt

Landgericht eröffnet Hauptverfahren nach mutmaßlicher Vergewaltigung am Badischen Staatstheater

Das Amtsgericht Karlsruhe hatte ein Verfahren rund um eine mutmaßliche Vergewaltigung abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft legte Beschwerde ein – mit Erfolg.

Am Badischen Staatstheater soll ein Mitarbeiter einen Statisten vergewaltigt haben. Das Verfahren landet nun doch vor Gericht. Foto: Rake Hora /BNN

Ein Mitarbeiter des Badischen Staatstheaters soll nach einer Opernpremiere einen Statisten vergewaltigt haben. Das ist schon länger bekannt: Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hatte nach ihren Ermittlungen bereits im März Anklage erhoben.

Im September lehnte das Amtsgericht ein Verfahren allerdings ab, weil es keinen hinreichenden Tatverdacht sah. Darüber setzte sich nun das Landgericht Karlsruhe hinweg.

„Es gibt mittlerweile einen Beschluss des Landgerichts, die Anklage, soweit das Amtsgericht sie abgelehnt hatte, zur Hauptverhandlung zuzulassen und das Hauptverfahren zu eröffnen“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf BNN-Anfrage.

Hinreichender Tatverdacht nun bestätigt

Damit sei auch der hinreichende Tatverdacht bestätigt worden. Im September hatte Julia Kürz, Vizepräsidentin des Amtsgerichts und dessen Pressesprecherin, noch gesagt, es bestehe „aufgrund des von der Staatsanwaltschaft dargelegten Ermittlungsergebnisses keine überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass dem Angeschuldigten am Ende einer Hauptverhandlung die Tat nachzuweisen sein wird“. Gegen diese Sichtweise hat die Staatsanwaltschaft erfolgreich Beschwerde beim Landgericht eingelegt.

„Das Landgericht hat das Hauptverfahren vor dem Amtsgericht Karlsruhe – Schöffengericht – eröffnet“, bestätigte Landgerichtssprecherin Miriam Bender. „Die Vernehmung von Zeugen und Würdigung aller Beweismittel ist damit im Rahmen der Hauptverhandlung vorzunehmen.“

Weiterhin offen sind rund um das Badische Staatstheater diverse andere Ermittlungsverfahren. Gegen einen ehemaligen Spartenleiter dauern Ermittlungen wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Schriften an. Ein Instagram-Nutzer, der diese Vorwürfe im Internet veröffentlicht hatte, hat einen Strafbefehl erhalten. Außerdem gibt es Ermittlungen wegen eines Untreue-Verdachts rund um wichtige Führungspersonen .

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