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Moderne Räume

Führungsakademie nimmt Holz-Erweiterungsbau für zwei Millionen Euro in Besitz

Mehr Platz für die Spitzenbeamten von morgen: Die Führungsakademie des Landes hat ihr Domizil in der Innenstadt durch einen modernen weiteren Baukörper erweitert.

Schlüsselübergabe: Den Erweiterungsbau der Führungsakademie feiern Oberbürgermeister Frank Mentrup, Akademie-Generalsekretärin Jutta Lang, Staatsminister Florian Stegmann, Ursula Orth (Vermögen und Bau Karlsruhe), Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und die Direktorin Vermögen und Bau, Stuttgart, Annette Ipach-Öhmann (v.l.n.r.). Foto: Jörg Donecker

Der Erweiterungsbau der Führungsakademie unmittelbar hinter dem Schwedenpalais sticht ins Auge. Für Staatsminister Florian Stegmann (Grüne) verkörpert das Gebäude-Ensemble Tradition und Moderne. Zugleich ist das neue Gebäude ein Bekenntnis für Karlsruhe als Standort der Kaderschmiede des Landes, wie der Chef der Staatskanzlei bei der Schlüsselübergabe am Mittwoch betonte.

Rund zwei Millionen Euro hat sich das Land den kubischen Baukörper kosten lassen, der vor allem vom Passagehof aus architektonische Akzente setzt. Er schließt in Südwest-Richtung an das Schwedenpalais an und ist nahezu komplett in Holzbauweise entstanden.

Die Führungsakademie kann so an einem Standort zusammengeführt werden.

Man setze auf den nachhaltigen Baustoff Holz, der einen sehr kleinen ökologischen Fußabdruck mit sich bringe, betonte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) bei der Feier. Die Direktorin von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Annette Ipach-Öhmann, sprach von einem wichtigen Meilenstein für die Führungsakademie.

Man habe nun ein gutes und zeitgemäßes Raumprogramm. Ursula Orth, die Leiterin des Amtes Karlsruhe bei Vermögen und Bau, und ihr Team hätten beste Arbeit abgeliefert.

337 Quadratmeter Nutzfläche

Das Erweiterungsgebäude hat drei Geschosse mit einer Gesamt-Nutzfläche von 337 Quadratmetern. Im Parterre befindet sich unter anderem ein 70 Quadratmeter großer Seminarraum, in den Obergeschossen gibt es Büros für 18 Personen. Auf dem flachen Dach befindet sich eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 14,2 Kilowatt Peak.

Die Generalsekretärin der Führungsakademie, Jutta Lang, zeigte sich überzeugt davon, dass sich das Investment des Landes in den „lichtdurchfluteten, eleganten Pavillon“ rechnen werde. Zugleich betonte sie die Bedeutung der Führungsakademie als Kompetenzzentrum der Personalentwicklung für die öffentliche Hand.

Mentrup bekundet Stolz

Aus Sicht von Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) wird die Führungsakademie durch den Erweiterungsbau deutlich aufgewertet. Der traditionell gute Geist in der Kaderschmiede des Landes habe „vielleicht auch etwas mit dem guten Geist der Stadt“ zu tun, sagte Mentrup. Er erinnerte daran, dass die Stadt bestrebt sei, zu möglichst jedem der Führungslehrgänge eine oder zwei Nachwuchskräfte aus ihren Reihen zu entsenden.

Karlsruhe sei als Stadt des Rechts, der Medienkunst und der Innovation stolz darauf, die Führungsakademie hier ansässig zu wissen. Man sei auch in Zukunft zu jeder Zusammenarbeit bereit, versprach der Oberbürgermeister.

Zündende Idee von Lothar Späth

Die Idee zur Schaffung der Führungsakademie hatte einst der frühere Ministerpräsident Lothar Späth (CDU). Ihm ging es um die Vorbereitung besonders qualifizierter Beamten auf spätere Führungsaufgaben.

1986 ging die neu geschaffene Einrichtung an den Start; erster Präsident der Führungsakademie war der vormalige Regierungspräsident Trudpert Müller, später amtierten unter anderem auch der frühere Regierungspräsident Karl Miltner sowie die Ex-Minister Erwin Vetter und Gerhard Stratthaus. Im September kommenden Jahres startet der 27. Führungslehrgang.

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