Skip to main content

Verstöße gegen Corona-Regeln

Ärger um Adventsfenster-Aktion in Beiertheim-Bulach: Stadt spricht Verwarnungen aus

Anfang Dezember hat die Polizei ein Adventsfenster-Treffen in einem Karlsruher Stadtteil aufgelöst und 28 Anzeigen erstattet. Jetzt steht fest, ob die Aktion Konsequenzen für die Teilnehmer hat.

Lichtblick im Advent: Jeden Abend sollte in Beiertheim oder Bulach ein anderes geschmücktes Fenster leuchten und Spaziergänger erfreuen. Weil zu viele stehen blieben, gab es Ärger mit der Polizei. Die Aktion geht nun virtuell über die Bühne. Foto: Jörg Donecker

Der Polizei-Einsatz bei einem Adventsfenster-Treffen in Beiertheim-Bulach hat für die Teilnehmer keine finanziellen Folgen.

Das Ordnungsamt verschickte an sie eine Verwarnung wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln, verzichtete aber auf Bußgeldbescheide. Damit entschied sich die Behörde für das mildeste Mittel.

Die Polizei hatte die von den Bürgervereinen und den Kirchen in Beiertheim und Bulach initiierte Aktion am 3. Dezember nach einem Hinweis aus der Nachbarschaft aufgelöst und die Personalien von 28 Menschen aufgenommen. Sie hatten sich an einer beleuchteten Bank nahe der Alb getroffen. Man habe das Bedürfnis der Menschen, stehenzubleiben, unterschätzt, sagte Christine Dörner aus dem Organisationsteam den BNN.

Hartes Durchgreifen kritisiert

In den Stadtteilen war das harte Durchgreifen der Polizei teilweise als unverhältnismäßig kritisiert worden. Man habe sich schließlich an Abstände und Maskenpflicht gehalten.

Die Beamten hätten die Menschen auch einfach nach Hause schicken können, sagte etwa ein Teilnehmer. Polizeisprecher Raphael Fiedler begründete das Vorgehen seiner Kollegen mit der Größe der Versammlung und der Tatsache, dass es sich schon um das dritte Treffen dieser Art gehandelt habe.

Ursprünglich war die Adventsfenster-Aktion vom 1. bis zum 24. Dezember geplant. Jeden Tag sollte an einem anderen Haus ein geschmücktes Fenster leuchten. Bewohner der Stadtteile sollten dort vorbeispazieren, so die Idee. Viele blieben allerdings stehen. Die Organisatoren verlagerten die Aktion nach dem 3. Dezember ins Internet.

nach oben Zurück zum Seitenanfang