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Multimediales Corona-Tagebuch

Bewegte Bilder aus Karlsruhe gesucht

Ernst-Reuter-Schule und Jubez wollen die Bewegung während des Stillstands sichtbar machen. Dafür brauchen sie Videos mit Corona-Erlebnissen.

Video auf der Seite der Ernst-Reuter-Schule Foto: eki

Was kann Langeweile während der Corona-Krise am besten bekämpft werden? Mit Häkeln, Putzen, Fahrradfahren oder einer Runde „Socken-Memory“, also der Suche möglichst vielen zusammenpassenden Sockenpaaren. Diese Tipps geben zumindest einige Eltern, deren Kinder auf die Ernst-Reuter-Schule gehen.

Zu sehen sind die guten und nicht immer bierernst gemeinten Ratschläge in einem Video auf der Startseite der Schulhomepage. Außer den Elterntipps wurden in dem zehnminütigen Clip unter dem Motto „Besser gemeinsam“ auch noch die wöchentlichen Berichte der Schuleiter Micha Pallesche und Dominik König-Kurowski sowie Eindrücke aus den Schülerleben während der Corona-Krise präsentiert.

Bis zu den Sommerferien will die Gemeinschaftsschule in der Waldstadt gemeinsam mit den Medienpädagogen des Kulturzentrums Jubez dieses Rad weiterdrehen, und ein multimediales Corona-Tagebuch mit Beiträgen aus der Karlsruher Bevölkerung produzieren.

Wer Lust dazu hat und persönliche Erlebnisse aus dem Corona-Alltag in Karlsruhe beisteuern will, kann bis Freitag, 17. Juli, Videobeiträge mit einer Länge von bis zu 20 Sekunden entweder per Whatsapp an 0162 8131918 oder per Mail oder über WeTransfer an bewegt@ers.ka.schule-bw.de schicken.

„Bewegte Bilder wären toll”

Kurze Statements sind dabei ebenso erwünscht wie Tänze, Lieder oder ein Videoschwenk über eine typische Corona-Szenerie.

„Bewegte Bilder wären toll. Wir wollen schließlich zeigen, dass auch während des Stillstands jede Menge Bewegung herrschte“, sagt König-Kurowski. Außerdem wolle man mit dem Projekt ein positives Zeichen des Aufbruchs senden. „Jede Krise bietet auch gewisse Chancen. Dieses Projekt ist eine davon“, sagt der stellvertretende Schulleiter.

Die Idee zu dem Projekt kam den Mitarbeitern des Jubez bereits während des Lockdowns. Bis zur Schulschließung am 17. März hatten die Kursteilnehmer aus der Ernst-Reuter-Schule schon sehr viel Herzblut und ein halbes Schuljahr Zeit in das Tanz-Musik-Medien-Projekt „Karlsruhe – Wir bewegen was!“ investiert.

„Nach dem Lockdown standen wir zunächst einmal mit leeren Händen da. Multimediale Gruppenarbeit war schließlich ebenso wenig erlaubt wie Präsenzunterricht oder private Treffen“, sagt Medienpädagogin Tanja Hartmann vom Jubez.

Stillstand ist für junge Menschen keine Option

Schon bald sei aber klar geworden, dass die Schüler sehr individuelle Wege zur Bewältigung der Krise fänden. Weil Stillstand für junge Menschen keine Option sei, hätten die Ernst-Reuter-Schüler der Situation mit sehr viel Kreativität die Stirn geboten und ihre eigene Wege aus der erzwungenen Isolation gefunden.

Moderne Medien seien in dieser Zeit für die Jugendlichen zur Kommunikation besonders wichtig gewesen und werden deshalb auch für die Fortschreibung des Projekts genutzt, so Hartmann: „Wir hatten schon so viel gemacht und bewegt. Das wollten wir einfach nicht aufgeben.“

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