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OB-Bewerber zeigen auf Plakaten Gesicht

Bewerber für die Karlsruher Oberbürgermeister-Wahl zeigen mit Plakaten Präsenz

Jetzt ist es offensichtlich: Der OB-Wahlkampf in Karlsruhe nimmt Fahrt auf. Quer durch die Stadt lächeln die Bewerber die Bürger an.

Stapelweise Lächeln: In der Kaiserstraße präsentieren sich vier OB-Kandidaten. Foto: Tina Kampf

Die Karlsruher OB-Kandidaten zeigen Gesicht: Egal ob in der City oder in den Stadtteilen – überall hängen jetzt Plakate für die Oberbürgermeisterwahl am 6. Dezember. Am häufigsten begegnet man dabei Amtsinhaber Frank Mentrup (SPD) und seinem von CDU und FDP unterstützten Herausforderer Sven Weigt.

Am Zirkel kommt es beispielsweise zum direkten Duell von Straßenseite zu Straßenseite. Weigt führt leicht, denn er hat an der Kreuzung mit der Lammstraße gleich zwei dreiseitige Ständer komplett belegt. Mentrup füllt dort zwei Seiten eines Aufstellers, die dritte wirbt für die Karlsruher Freiwilligenmesse.

Weigt preist sich als „neue Kraft für Karlsruhe“ immer im weißen Hemd an, mal mit und mal ohne Sakko. Plakat Nummer drei kommt ohne Porträt aus, es ist ein riesiger QR-Code. Wer ihn mit dem Handy scannt, landet auf der Internetseite des Bewerbers. Weigt gibt sich auch sonst digtal-affin: Er setzt auf Hashtags, #obka und #weigt2020. Einen Hinweis auf seine Unterstützerparteien sucht man auf den Plakaten dagegen vergeblich.

Plakat des Amtsinhabers mit zwei Logos

Anders sieht es bei Amtsinhaber Mentrup aus, „Unser Oberbürgermeister“, wie zu lesen steht. Sowohl das Logo seiner SPD als auch seiner Grünen Unterstützer ist auf das Plakat gedruckt. Der Schriftzug „Karlsruhe“ ist rot unterlegt, das darunter stehende „Gemeinsam. Gestalten“ findet sich auf grünem Grund.

Auf einem Plakat trägt der amtierende OB eine rote Krawatte. Eine grüne Krawatte gibt es auf Werbebotschaft Nummer zwei nicht, etwas legerer steht der Rathauschef da neben einem Stamm. Natur also immerhin, ein zentrales Thema der Ökopartei. Schon in der Fußgängerzone stapeln sich die Kandidaten: Lächeln um Lächeln, die Laternenpfeiler hoch und runter.

Petra Lorenz fordert dabei eine „Fairänderung für Karlsruhe“. Die sie unterstützenden Freien Wähler und die Wählervereinigung Für Karlsruhe sind per Logo mit von der Partie.

Seltener als Mentrup, Weigt und Lorenz ist aktuell noch der Bewerber der Alternative für Deutschland, Paul Schmidt, auf Aufstellern am Wegesrand in der Innenstadt zu sehen. Doch auch sein Team klebt schon Plakate, um den Stadtrat als Oberbürgermeister-Alternative anzupreisen.

Vanessa Schulz, die für „Die Partei“ antritt, zeigt zweimal Gesicht. Mit Einschränkung. „Schulz blickt durch“ heißt es auf dem Plakat, auf dem sie die Hand vors Gesicht legt. Klar zu erkennen ist sie auf Werbebotschaft Nummer zwei. „OB-Kandidatin Vanessa Schulz kennt die Antwort“, heißt es da. Die Bewerberin hält die 42 in der Hand. Eine Anspielung auf „Per Anhalter durch die Galaxis“.

Wie die Stadt zu Beginn der Bewerbungsfrist bekanntgab, liegt eine weitere Kandidatur vor. Einen Namen nannte die Stadt noch nicht, der Mann oder die Frau bekennt sich bisher öffentlich nicht. Die Stadt macht keine Angaben, ob inzwischen weitere Unterlagen eingingen. Bis einschließlich Montag, 9. November, haben Interessenten Zeit, ihre Papiere abzugeben. Am Abend des 10. November tagt dann der Gemeindewahlausschuss. Der entscheidet, wer am Nikolaustag ins Rennen gehen darf.

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