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Krisendokumentation mit der Kamera

Bürgerstiftung startet Fotowettbewerb „Karlsruhe in Zeiten von Corona“

Ungewöhnliche Motive liefert die Corona-Krise zur Genüge. Die besten Bilder vom Stillstand sucht nun die Bürgerstiftung Karlsruhe bei einem offenen Foto-Wettbewerb. Den Gewinnern winken attraktive Preise.

Ungewöhnliche Motive: Hinweisschilder wie hier vor der Buchhandlung am Kronenplatz gab es vor der Corona-Pandemie in Karlsruhe nicht zu entdecken. Foto: Ekart Kinkel

Leergefegte Straßen in der Innenstadt. Christmetten mit Mundschutz und Abstandsregeln. Silvesterhimmel ohne Feuerwerk. Die Zeit zwischen den Jahren bietet Fotografen im Corona-Winter jede Menge interessanter Motive.

Wer gerne zur Kamera greift und die ungewöhnliche Situation während der Pandemie in Bilder fassen möchte, kann dies nun auch im Rahmen eines Wettbewerbs tun. „Karlsruhe in Zeiten von Corona“ heißt die Aktion der Bürgerstiftung Karlsruhe. Bis zum 5. April 2021 können Bildbeiträge übers Internet eingereicht werden. Von einer fachkundigen Jury werden dann die Gewinner gekürt. Als Preise winken Gutscheine von Karlsruher Einzelhändlern und Kultureinrichtungen.

Stillstand als Chance zum Fotografieren nutzen

„Während des Frühjahrs haben wir gemerkt, dass viele Karlsruher den Lockdown in Bildern festgehalten haben“, begründet Christine Beer vom Vorstand der Bürgerstiftung die Aktion.

„Der Stillstand bietet den Menschen schließlich auch eine Chance zum Innehalten und für außergewöhnliche Tätigkeiten wie Maskennähen oder Konzerte in einem Innenhof.“ Wenn es die Corona-Situation im Frühjahr zulässt, soll aus den besten Beiträgen eine Ausstellung konzipiert werden. Ansonsten wäre auch eine Aufarbeitung der Gewinnerbilder im Internet möglich.

Konzeptionelle Neuausrichtung der Stiftungsarbeit

Mit dem Fotowettbewerb wollen Beer und ihre Mitstreiter auch die konzeptionelle Neuausrichtung der Bürgerstiftung mit neuen Beteiligungsformaten einläuten. Im vergangenen Herbst hatte die langjährige Stiftungsvorsitzende Cornelia Holsten den Staffelstab an Beer und ihre beiden Vorstandskollegen Christian Benz und Lisa Schmieder weitergegeben.

Das Entwickeln von neuen Konzepten war von Beginn an eine der Vorgaben des Trios, doch dann wurden viele neue Ideen ebenso wie die bewährten Angebote von der Pandemie ausgebremst. Das Projekt „Senioren an die Konsole“, bei der Kinder und Jugendliche in einer Pflegeeinrichtung gemeinsam mit den Senioren zocken, lag zum Schutz der Älteren ebenso auf Eis wie das Bilderbuchkino, bei dem Senioren und Kinder gemeinsam Bildergeschichten anschauen. Und auch die „Frei_Räume“ in der Bürgerstiftungszentrale in der Gerwigstraße 41 konnten im Corona-Jahr kaum für Kulturveranstaltungen genutzt und vermietet werden.

Zufrieden ist Bär in diesem Jahr zumindest mit der Resonanz auf das „leih.lokal“. In dem Ausleihladen in der Gerwigstraße können mehrere Hundert Alltagsgegenstände wie Schleifmaschinen, Raclette-Sets oder Kinderschlitten kostenfrei für den Eigenbedarf ausgeliehen werden.

Das Projekt wird von der Stadt mit 10.000 Euro pro Jahr bezuschusst und wurde auch während der Corona-Pandemie von den Bürgern gut angenommen und unterstützt. Vom 16. Dezember bis mindestens 10. Januar ist aber auch das „leih.lokal“ geschlossen.

Service



Informationen zur Bürgerstiftung und zum Wettbewerb gibt es im Internet unter bs-ka.de/foto. Dort befindet sich auch der Link, mit dem Wettbewerbsbeiträge im Jpeg-Format hochgeladen und eingereicht werden können.

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