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Gelände wurde für 1,4 Millionen Euro neu gestaltet

Campingplatz Durlach öffnet im Oktober wieder

Seit Anfang 2018 ist der Campingplatz in Durlach geschlossen. Im Oktober eröffnet er nach umfangreichen Umbauten wieder - allerdings nur testweise für kurze Zeit. Die Saison soll dann im März 2021 richtig starten.

Der erste Wohnwagen steht: Auf dem Campingplatz Durlach schauten sich am Freitag Architekt Tom Dueck, Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries, Bürgermeister Martin Lenz, Betriebsleiterin Melanie Trunz und Bäderchef Oliver Sternagel (von links) um. Foto: Jörg Donecker

Im Oktober öffnet der Campingplatz in Durlach wieder – erst einmal testweise bis maximal in den November hinein. „Wir müssen üben“, erklärt Bäderchef Oliver Sternagel, in dessen Regie das Gelände umgestaltet wird und in dessen Zuständigkeit die Stadt die Anlage künftig betreibt. Einen genauen Termin für den Start kann Sternagel derzeit nicht nennen. Aktuell ist der Platz noch eine Baustelle. Ab der kommenden Wochen sollen die Wege asphaltiert und Sanitärcontainer angeliefert werden.

Im kommenden Jahr ist im März Saisonstart. Immer von März bis Oktober soll der Campingplatz offen sein. „Perspektivisch kann ich mir einen Ganzjahresbetrieb vorstellen“, sagt Sternagel. Auf der Anlage können bis zu 200 Wohnwagen und Camper stehen, zudem gibt es 50 Zeltplätze.

Darüber hinaus wird es sieben Tiny-Häuser geben. „Diese sind aber nicht zum dauerhaften Wohnen vorgesehen“, stellt Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz klar. Vielmehr können sie in der Saison von Besuchern gebucht werden. Plätze für Dauercamper wird es geben. Diese müssen ihre Wagen nach Saisonschluss jedoch aus dem Campingplatz herausfahren. „Wir wollen keine Gartenzwerg-Kultur“, so Sternagel.

Nach Umgestaltung in die „Champions Leage der deutschen Campingplätze“

Ein Campingwagen steht schon jetzt auf dem Areal. In diesem übernachtet Melanie Trunz. Sie war bisher Schichtleiterin im Europabad und wird jetzt Betriebsleiterin des Campingplatzes. Seit Anfang 2018 war der geschlossen. „Dies hatte Auswirkungen auf die Übernachtungszahlen in Karlsruhe“, bilanziert Luczak-Schwarz. Gerade bei Gästen aus Holland, Belgien, Luxemburg und Skandinavien sei das Gelände beliebt.

Bürgermeister Martin Lenz geht davon aus, dass die Stadt den Platz wirtschaftlich betreiben kann. Der wurde jetzt für 1,4 Millionen Euro umgestaltet. Für Lenz ist dieser Schritt in den aktuell schwierigen Zeiten ein wichtiges Zeichen: „Wir müssen den Leuten etwas bieten.“ Und der selbst campingbegeisterte Dezernent versichert: „Was wir hier bekommen, spielt in der Champions League der deutschen Campingplätze.“

Sternagel und seine Mitarbeiter legen Wert auf Details. Der von den Campern verbrauchte Strom wird beispielsweise per Fernauslese ermittelt. Andernorts fahren schon mal noch Mitarbeiter auf dem Rad mit den Campern zum Stellplatz, um den Strom anzuschließen, das gleiche Spiel wiederholt sich dann beim Auschecken. Auf dem Durlacher Campingplatz soll es Ladegeräte für E-Camper und WLAN geben. Angeschafft wurde eine Software, die eine konkrete Stellplatzbuchung von unterwegs sowie an der Schranke eine Kennzeichen-Erkennung ermöglicht.

Sternagel ist zudem die Nähe zum Turmbergbad wichtig. Dieses Freibad soll um einen Indoor-Bereich erweitert und somit zum ganzjährig betriebenen Kombibad werden. Geplant sind auf dem Campingplatz ein Spiel- und ein Grillplatz, erläutert Architekt Tom Dueck. Ursprünglich wollte die Stadt auf einen externen Betreiber setzen. Die dafür ausgewählte Familie sagte jedoch aus persönlichen Gründen wieder ab. In der Folge fiel 2019 die Entscheidung, dass Karlsruhe die Anlage betreibt.

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