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„CatcallsofKarlsruhe“ auf Instagram

Junge Karlsruherinnen kreiden im Internet sexualisierte Belästigung an – wortwörtlich

Noch warten sie auf eine Genehmigung des Ordnungsamtes. Doch bis die vorliegt, machen fünf junge Frauen aus Karlsruhe schon einmal virtuell auf verbale Belästigungen aufmerksam – die überall im Stadtgebiet passieren.

Noch ist die Schrift nur digital aufs Foto gesetzt. Sobald sie aber eine Genehmigung haben, möchten die Aktivistinnen von „CatcallsofKarlsruhe“ sexualisierte Belästigung auch im realen Raum ankreiden. Foto: „CatcallsofKarlsruhe“

Es passiert auf dem Europaplatz, aber auch im beschaulichen Wohngebiet in Karlsruhe-Neureut. Es passiert tagsüber, nachts, zu jeder Jahres- und Uhrzeit: Menschen, besonders oft Frauen, werden Opfer von verbaler Belästigung mit sexuellem Kontext. Bemerkungen wie „Geiler Arsch!“ werden als Kompliment getarnt, wirken für Betroffene aber bedrängend und einschüchternd.

„Das Problem wird viel zu oft verschwiegen“, sagt eine der Initiatorinnen von „CatcallsofKarlsruhe“, einer regionalen Aktivistinnengruppe.

Als „Cat Calls“ werden dumme Sprüche, Anmachen und Belästigungen bezeichnet, die auf offener Straße meist unvermittelt im Vorbeigehen geäußert werden. Das kann bis zu handfesten Beleidigungen gehen: „Du hast Cellulite, das will doch keiner angucken!“ musste sich beispielsweise eine 13-Jährige in Neureut von mehreren Männern anhören.

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