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Weniger Böller wegen Corona-Regeln

Luftqualität in Karlsruhe, Pforzheim und anderen Städten an Silvester 2020 besser als in den Vorjahren

Das Jahr 2021 startet mit einer guten Nachricht: Die sonst so schlechte Luft zum Jahreswechsel war viel sauberer als üblich.

In Pforzheim wurde eine rund achtminütige Drohnen-Show anstelle von Silvester-Feuerwerken gezeigt. Foto: Waldemar Gress

Der Verkauf von Feuerwerk war vor Silvester verboten, an vielen Orten auch das Abbrennen. Das hat zu einer erheblich besseren Luftqualität beigetragen, als es normalerweise zum Jahreswechsel der Fall ist.

2021 beginnt in der Region mit überwiegend sauberer Luft

Die Messstationen des Umweltbundesamtes in Karlsruhe, Pforzheim, Eggenstein, Baden-Baden und Pfinztal meldeten am Silvestertag und am Neujahrsmorgen überwiegend gute bis sehr gute Werte.

In der Karlsruher Reinhold-Frank-Straße und in Pfinztal-Berghausen überschritten die Sticksftoffdioxid-Werte zwar jeweils kurzzeitig ganz knapp die Schwelle zur „mäßigen“ Luftqualität. An beiden Orten passierte dies allerdings nicht nachts, sondern am frühen Abend, was beispielsweise auf regen Autoverkehr zurückzuführen sein könnte. An den Abenden zuvor hatte es ganz ähnliche Ausschläge gegeben.

Silvester-Raketen blasen hingegen nicht primär Stickstoffdioxid, sondern Feinstaub in die Luft – und das Verkaufsverbot machte sich klar bemerkbar. Die Feinstaub-Werte waren zum Corona-Jahreswechsel an allen Messstationen in der Region, die diesen Wert ausgeben, viel geringer als in den Vorjahren. In Karlsruhe lag der Feinstaub-Wert am Silvesterabend sogar niedriger als beispielsweise am 26. Dezember.

Zum Vergleich: An Silvester 2019/2020 war insbesondere in Pforzheim ein extrem hoher Anstieg an Feinstaub in der Luft verzeichnet worden, auch in Karlsruhe war die Luftqualität damals „mäßig“ bis „schlecht“. Pro Kubikmeter Luft wurden vor einem Jahr in der Reinhold-Frank-Straße bis zu 62 Mikrogramm Feinstaub (PM₁₀) gemessen. Dieses Jahr lag der Höchstwert bei zehn Mikrogramm pro Kubikmeter.

In Pforzheim waren es vergangenes Jahr bis zu 85 Mikrogramm, dieses Jahr nur zwölf Mikrogramm. Dazu könnte auch die Drohnen-Show mit Lichteffekten beigetragen haben, die anstelle von Silvester-Feuerwerk gezeigt wurde.

Auch in Karlsruhe und anderen Städten schossen die Menschen wegen der Corona-Regeln dieses Jahr deutlich weniger Raketen in die Luft.

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