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Astrazeneca

Corona-Impfaktion in Karlsruhe-Durlach sorgt für lange Menschenschlangen

Mehr als 700 Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca sind am Samstagmorgen in der Durlacher Karlsburg verimpft worden. Die Aktion hatten ein Durlacher Apotheker im Zusammenwirken mit Durlacher Ärzten organisiert. Der Andrang war riesig.

Hoffnung: Deutlich mehr als 500 Personen setzen darauf, den begehrten Impfstoff gespritzt zu bekommen. Foto: Wolfgang Voigt

Manche haben sich Bücher, Zeitungen und Klappstühle mitgebracht, schon vor sechs Uhr finden sich Menschen an der Durlacher Karlsburg ein. In einer beispielhaften Aktion haben am Samstag Vormittag die Durlacher „Rundum-gesund-Apotheken“ zusammen mit den Ärzten Marianne Difflipp-Eppele und Stefan Schwehn gut 700 Impfwillige mit dem Vakzin von Astrazeneca versorgt.

Die Aktion war gut vorbereitet: Das Team des Durlacher Roten Kreuzes hatte ein waches Auge, den störungsfreien Ablauf gewährleistete ein Sicherheitsdienst, und der Andrang war zeitweise deutlich größer als 700 Personen.

Die Schlange der Wartenden spannte sich von der Karlsburg durch die Marstallstraße, vorbei an Scheck-in bis zum Seniorenzentrum Parkschlössle. Als die Organisatoren um Apotheker Rainer Lingg kurz vor 9 Uhr die Karlsburg öffnen, brandet Applaus auf. „Die Menschen sind dankbar für das Angebot und positiv“, sagt Daria Zaczek vom Team. Alles ging weitestgehend wohlgeordnet über die Bühne: Formalitäten, Aufklärungsgespräche, die von den meisten heiß ersehnte Injektion sowie der anschließend Aufenthalt im Wartesaal.

Ziel erreicht: Ärztin Marianne Difflipp-Epple spritzt Astrazeneca. Foto: Wolfgang Voigt

Zufrieden und erleichtert zeigen sich die beteiligten Mediziner und der Apotheker Rainer Lingg. „Wir sind extrem glücklich und stolz“, sagt Lingg im Gespräch mit den BNN. Die Idee zur Aktion reifte bei ihm mit der Erkenntnis aus vielen Arztpraxen, wie schwer es teilweise war, den Impfstoff von Astrazeneca an die Leute zu bringen.

Andererseits fand er im Gespräch mit zahlreichen Kunden heraus, dass ganz viele Menschen bereit sind, jeden Impfstoff zu nehmen. „Das haben wir versucht, zusammenzuführen.“ Medizinerin Marianne Difflipp-Eppele bekennt: „Ich habe vor Aufregung kaum geschlafen heute Nacht.“

Nur für Impfberechtigte

Menschen wie Steve Krieg sind ihm und den beteiligten Ärzten für diese Aktion dankbar. Er habe zeitweise alle 20 Minuten per Telefon versucht, an einen Termin im Impfzentrum zu kommen, berichtet er - doch vergeblich.

Andrang: Bereits eine Stunde vor Öffnung der Durlacher Karlsburg stehen Impfwillige Schlange. Foto: Wolfgang Voigt

Erleichtert ist auch Traute Willgeroth, als ihr das Orga-Team eine der rund 700 begehrten Nummern überreicht, die der Mutter zweier Kinder die Impfung garantiert. Nur Personen, die zur Erstimpfung berechtigt waren, wurden nach entsprechender Überprüfung vorgelassen. Zu Verkehrsbehinderungen kam es nicht.

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