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Fragen und Antworten

Karten für „Das Fest“ verlieren Gültigkeit: Karlsruhe plant im Sommer Theater und Konzerte

Nachdem „Das Fest“ in Karlsruhe coronabedingt zum zweiten Mal ausfällt, verlieren die Karten von 2020 ihre Gültigkeit. Käufer können die Tickets ab sofort zurückgeben.

Das Fest in der City: Schon im Sommer 2020 war die mobile Bühne in Karlsruhe unterwegs. Dieses Jahr soll es weitere Kulturangebote geben. Foto: Jörg Donecker

Fans von „Das Fest“ haben seit mehr als einem Jahr Tickets daheim in der Schublade. Nun bitten die Macher des Karlsruher Open-Air-Festivals, diese zurückzugeben.

Jeder kann entscheiden, ob er sein Geld zurück will oder den Machern schenkt. Für 2022 behalten die Karten keine Gültigkeit.

Karlsruhe gibt den Sommer 2021 nicht verloren: Auch wenn „Das Fest“ wegen Corona ausfallen muss, bastelt das Team um Cheforganisator Martin Wacker derzeit an einem Programm für die nächsten Monate. Und alle, die eine „Fest“-Karte für 2020 daheim haben, werden gebeten, jetzt aktiv zu werden.

Unsere Redakteurin Tina Givoni hat die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema „Fest 2021“ zusammengefasst..

Wie 2020 fällt auch „Das Fest“ 2021 aus. Was passiert mit den Karten?

Insgesamt wurden rund 100.000 Tickets verkauft, die ab diesem Dienstag zurückgegeben werden können. Und das Fest-Team bittet alle, dies auch zu tun. Man brauche Klarheit, was der jeweilige Karteninhaber möchte. Weil die Tourist-Information am Marktplatz geschlossen ist, erfolgt die Rückgabe zunächst nur online über die Seite www.dasfest.de. Dort entscheidet jeder selbst, ob er das Geld überwiesen bekommen möchte oder es den Fest-Machern schenkt. Als Dankeschön gibt es dafür eine Hügel-Karikatur von Steffen Butz, die sich jeder selbst ausdrucken kann. Wer die Karten bei Eventim gekauft hat, kann nur die Rücküberweisung wählen.

Kann man die Karten für „Das Fest“ 2022 behalten?

Nein, die für 2020 gekauften Karten behalten keine Gültigkeit. Derzeit sei schließlich unklar, wie viele Besucher 2022 am Hügel feiern können. „Ich kann mir schwer vorstellen, dass es wieder 40.000 Menschen wie vor Corona sein werden“, sagt Wacker. Es sei aber organisatorisch unmöglich, nur einen Teil des Kontingents zurückzuholen.

In welcher Form wird es 2022 ein „Fest“ geben?

„Das kann derzeit keiner sagen“, sagt Sven Varsek vom Projektteam. Und dieses Problem hätten alle Festival-Macher. Denkbar ist, dass weniger Besucher zugelassen werden, was zu weniger Ticketeinnahmen führt. „Gleichzeitig steigen womöglich Ausgaben für mehr Hygienemaßnahmen.“

Ist also zu befürchten, dass in der Folge der Ticketpreis für „Das Fest“ steigt?

Nein, das will Martin Wacker nicht. Er möchte an den zehn Euro festhalten. Auch die Mischung von internationalen Künstlern und regionalen Acts soll beibehalten werden. „Grundsätzlich bin ich optimistisch, dass 2022 ein Fest stattfindet“, sagt Wacker. Das Festival habe sich in der Vergangenheit immer wieder verändert. Nach der Überfüllung beim Auftritt von Peter Fox und dem Loveparade-Unglück wurde etwa der Zugang zum Gelände begrenzt. Auch jetzt rechnet Wacker wegen Corona mit Neuerungen. Wer sein Ticket den Machern schenkt, helfe, diesen Neustart auf den Weg zu bringen. „Es ist ein Startkapital für Veränderungen.“ Wer sein Ticket online zurückgibt, wird zudem zu einer Befragung eingeladen. Insofern sollen die Fans auch Ideen für Verbesserungen einbringen können.

Welche Angebote planen die Fest-Macher in diesem Sommer?

Drei Formate soll es geben. „Sobald wir dürfen, fahren wir wieder mit dem Fest-Mobil durch die Stadt“, so Varsek. Auf der Tragfläche treten regionale Bands auf. „Diese erhalten von uns natürlich ihre Gage. Musiker müssen wieder etwas verdienen“, unterstreicht Wacker. Anders als im Sommer 2020 sollen 2021 auch die Stadtteile angefahren werden. Die Konzerte werden vorher nicht angekündigt, um große Menschenansammlungen zu vermeiden.

Im Juni und Juli plant das Fest-Team zusammen mit der Hochschule für Musik Klassik- und Jazzkonzerte auf der Wiese beim Schloss Gottesaue. Auftreten sollen Studierende und Lehrkräfte. Bei diesem Format sollen Schnelltests, Kontaktnachverfolgungen und weitere Instrumente eingesetzt werden.

Das dritte Projekt stemmt die Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME) zusammen mit dem Kulturamt: Im Juli soll dem Plan zufolge ein Zirkuszelt in der Günther-Klotz-Anlage stehen. Bei seitlich geöffneten Planen sollen dann neun freie Theater auftreten.

Wie sieht es mit den Schlosslichtspielen aus?

Wacker ist optimistisch, dass diese 2021 nicht nur online, sondern auch wieder live am Schloss erlebbar sein werden. „Wir gehen weg vom Verweil-Event hin zum Genuss einer reinen Kunstinstallation.“ Die Idee ist, maximal zwei Shows pro Abend in einer Wiederholungsschleife zu zeigen. Möglicherweise werden zudem weitere Gebäude in der City illuminiert. „Da könnte es eine Route geben, die man abgeht“, so Wacker. Aktuell geht er von August und September als Termin aus. „Da sind wir aber sehr flexibel – das müssen wir derzeit ohnehin bei allem sein.“

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