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Positive Bilanz trotz Corona

Das Licht ist aus: Veranstalter der virtuellen Schlosslichtspiele sind zufrieden

Das Aus von zahlreichen Großveranstaltungen durch die Corona-Krise hat in Karlsruhe auch die Schlosslichtspiele getroffen. Ganz verzichten mussten Fans aber nicht. Bis zum 13. September waren die Shows jeden Abend im Internet zu sehen. Nun ist die erste virtuelle Auflage zu Ende.

Nur virtuell zu sehen: Die Show „Matter Matters” von Maxin10sity präsentiert das Leben der Materie von Geburt an. Foto: iXtenda GmbH

Um Mitternacht ist die erste Auflage der virtuellen Schlosslichtspiele zu Ende gegangen. Nachdem die Shows sechs Wochen lang jeden Abend ab 20.15 Uhr im Livestream zu sehen waren, liefen sie zum Abschluss ab Samstagabend in einer Dauerschleife.

Der Weg in die virtuelle Welt sei eindrucksvoll gelungen, bilanziert Martin Wacker, Chef der Karlsruher Marketing und Event Gesellschaft (KME). Konkrete Zahlen will die KME im Lauf der Woche bekannt geben.

Software-Experten bauten Kulisse nach

Nachdem sich abgezeichnet hatte, dass die beliebten Schlosslichtspiele nicht in gewohnter Form auf der Schlossfassade zu sehen sein werden, hatten die Veranstalter sie kurzerhand in den virtuellen Raum verlegt. Aus über 75.000 Einzelbildern und zahlreichen Drohnenvideos bauten Software-Experten die Kulisse digital nach.

Zuschauer konnten ab dem 5. August vom heimischen Sofa aus dabei sein und aus mehreren Perspektiven wählen. Zu sehen gab es neben verschiedenen Klassikern auch drei neue Shows. Die Künstlergruppe TNL beschäftigte sich dafür mit dem „Green Deal“ der Europäischen Union. In ihrer Projektion zeigte sie zwei mögliche Planeten Erde, einen toten und einen lebendigen. Auch das Dresdner Kollektiv ruestungsschmie.de und die ungarische Gruppe Maxin10sity lieferten neue Werke.

Auftakt lief auf rund 100.000 Rechnern

Der Auftakt der Schlosslichtspiele lief auf rund 100.000 Rechnern, Tablets und Handys gleichzeitig. Da gab die KME damals bekannt. Rund 14 Prozent der Zugriffe kamen aus dem Ausland. Den Youtube-Kanal der Veranstaltung haben gut 1.700 Menschen abonniert. Schon bei der Vorstellung des Programms Ende Juli hatte Oberbürgermeister Frank Mentrup darauf verwiesen, dass man sich von der Erstauflage im virtuellen Raum einen Werbeeffekt für die Stadt erhoffe.

In den nächsten Jahren könnten die Schlosslichtspiele gleich im Doppelpack daherkommen – als Projektion auf die Fassade des realen Schlosses und auf deren virtuellen Zwilling. „Persönlicher Kontakt ist durch nichts zu ersetzen und so hoffen wir sehr, dass wir uns im kommenden Jahr wieder – dann auch mit vielen neuen Fans aus aller Welt – vor dem Karlsruher Schloss treffen können“, sagt Martin Wacker.

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