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KIT, PHKA und HKA

Das sind die beliebtesten Studiengänge in Karlsruhe

Für welches Fach ziehen Studenten extra nach Karlsruhe und in welchen Studiengängen sind noch Plätze frei? Die BNN haben beim KIT, der Hochschule Karlsruhe und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe nachgefragt.

Studenten auf dem Campus Sued des KIT
Vor dem Semesterbeginn haben wir bei den Hochschulen nachgefragt, wo noch Plätze frei sind. Foto: © Peter Sandbiller Peter Sandbiller

Noch ist es ruhig auf den Karlsruher Campus-Geländen, doch im Oktober geht es wieder los.

Wie voll wird es? Für welches Fach ziehen Studenten extra nach Karlsruhe und in welchen Studiengängen sind noch Plätze frei? Die BNN haben beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Hochschule Karlsruhe (HKA) und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) nachgefragt.

Diese Studienfächer sind besonders beliebt

Das KIT überzeugt Bewerber nach eigener Aussage vor allem mit seinen technischen Kompetenzen, die an der Universität schon lange Tradition haben.

Die Studenten und Studentinnen wollen hier vor allem Kurse in Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik besuchen. Diese Studiengänge seien neben dem neuen Angebot der Medizintechnik besonders beliebt, sagt Margarete Lehné. Die Sprecherin des KIT ergänzt: „Gut gefragt sind weiterhin auch die Lehramtsstudiengänge“.

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Wer sich für Lehramt interessiert, hat sich in Karlsruhe höchstwahrscheinlich auch mit dem Angebot der PHKA auseinandergesetzt. Die Hochschule ist eine von sechs bildungswissenschaftlichen Hochschulen in Baden-Württemberg. Besonders beliebt sind dort der Studiengang Kindheitspädagogik und der Lehramtsstudiengang Grundschule.

Auch die HKA ist eine Hochschule, hat allerdings einen anderen Fokus als die PHKA. An der Hochschule für angewandte Wissenschaft bewerben sich teils mehrere hundert Bewerber auf unter 80 Studienplätze.

Die stellvertretende Leiterin Cordula Boll nennt ein Beispiel: Im Studiengang Kommunikation und Management sind es 682 Bewerbungen auf 80 Studienplätze. Auch die Masterstudiengänge Internationales Management sowie Robotik und künstliche Intelligenz in der Produktion seien gefragt.

In diesen Fächern gibt es wenig Plätze

Vergleichsweise wenige Studienplätze und eine weit darüberhinausgehende Zahl an Bewerbungen gibt es am KIT beispielsweise im Lehramtsstudiengang Biologie oder im Studiengang Chemische Biologie. „In diesen Studiengängen finden sehr viele Lehr- und Praxisveranstaltungen mit kleinen Gruppen in Laboren statt“, sagt Lehné.

Eine Sprecherin der PHKA erklärt, dass dort die nicht lehramtsbezogenen Studiengänge kleiner seien, da auf ihnen kein Schwerpunkt liegt.

An der HKA gibt es beispielsweise nur sieben Studienplätze für den Bachelor im International Management. Die Studenten haben Semester in drei verschiedenen Ländern. Hochschulen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz arbeiten zusammen und lassen je nur ein Drittel der Studierenden zu.

In diesen Studiengängen sind noch Plätze frei

Aber nicht alle Studiengänge sind gleichermaßen gefragt. Und manchmal gibt es auch viele Bewerber, die sich dann doch für das gleiche Studium in einer anderen Stadt entscheiden.

Deswegen gibt es am KIT für das kommende Wintersemester ein Nachrückverfahren in den Bachelorstudiengängen Architektur und Biologie. Aktuell laufen außerdem noch Losverfahren für die frei gebliebenen Studienplätze in den Bachelorstudiengängen Geoökologie, Kunstgeschichte, Lebensmittelchemie, Sportwissenschaft und Technische Volkswirtschaftslehre.

An der PHKA können sich Kurzentschlossene noch bis Ende September auf die Studiengänge Biodiversität und Umweltbildung, Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit sowie Kulturvermittlung bewerben. In diesen Fächern sind Plätze frei geblieben.

Auch an der HKA werden über das Losverfahren aktuell noch Bewerbungen angenommen, weil folgende Studiengänge nicht voll sind: Data Science (Datenwissenschaft), Electrical Engineering (Elektrotechnik) and Information Technology, Internationales IT Business, Umweltingenieurwesen (Bau), Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Auch für Masterstudenten gibt es noch Plätze.

Diese Studiengänge locken auch Nicht-Karlsruher an

Aber wer kommt überhaupt in die Stadt, um hier zu studieren? Die meisten Bewerberinnen und Bewerber – für alle Studiengänge am KIT – kommen aus dem Landkreis Karlsruhe.

Es folgen Bewerberinnen und Bewerber aus den Landkreisen Stuttgart, Berlin, Mannheim und München. Aber auch aus dem Ausland zieht das KIT Studierende an, so die Sprecherin. Der Anteil ausländischer Studenten in den international ausgerichteten Masterstudiengängen Water Science and Engineering sowie Optics and Photonics (Optik und Photonik) beträgt 98 Prozent, im international ausgerichteten Bachelorstudiengang Mechanical Engineering (Maschinenbau) sind es knapp 80 Prozent.

Erfahrungsgemäß kommt der Großteil unserer Lehramtsstudierenden aus der Region.
Sprecherin, Pädagogische Hochschule Karlsruhe

An der HKA sind es Studiengänge im Baubereich, die neue Studenten in die Stadt locken. Auch in den englischsprachigen Studiengängen sitzen viele Studenten, die nicht aus Karlsruhe oder dem Landkreis kommen.

Von einer Sprecherin der PHKA heißt es: „Erfahrungsgemäß kommt der Großteil unserer Lehramtsstudierenden aus der Region Karlsruhe, bei den nichtlehramtsbezogenen Studiengängen geht das Einzugsgebiet über die Region und das Bundesland hinaus.“

Besonders schwere Studiengänge

Wie viele Studenten ihr Studium auch wirklich beenden oder den Studiengang wechseln, ist aktuell nicht klar. Am KIT weiß man: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gelten als besonders schwer. Um Vorbehalte abzubauen und den Übergang von der Schule ins Studium zu erleichtern, gibt es am KIT Unterstützungs- und Beratungsangebote für diese Fächer, sagt die Sprecherin.

Die höchste Erfolgsquote bei den Bachelorstudiengängen am KIT gibt es in Wirtschaftsingenieurwesen, Pädagogik, Chemische Biologie, Lebensmittelchemie und Sportwissenschaften.

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