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Rund 400 Teilnehmer

Mehr und schnellere Klimaschutz-Maßnahmen: Fridays for Future demonstrieren in Karlsruhe

Die neue Bundesregierung soll sich mehr und schneller um den Klimaschutz kümmern. Das fordern die Aktivisten von Fridays for Future bei einer Demonstration an diesem Freitag in der Karlsruher Innenstadt.

Demonstration in Karlsruhe: Für die Protestaktion von Fridays for Future wurden diverse Straßen gesperrt. Ab 12 Uhr zogen die Teilnehmer durch die Stadt. Foto: Jörg Donecker

Mit deutlichen Forderungen für mehr und schnellere Klimaschutzmaßnahmen sind rund 400 Menschen bei der Fridays for Future-Demonstration am Freitag durch die Karlsruher Innenstadt gezogen.

Die Veranstalter sprachen von gut 500 Teilnehmenden, die mit vielen Plakaten und mit Sprechchören auf ihre Anliegen aufmerksam machten.

Redner appellierten vor allem an die kommende Regierung, Maßnahmen umzusetzen, mit denen wenigstens das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens erreicht werde. Verbunden war mit der Demonstration auch ein Schulstreik. Unter die Teilnehmenden mischten sich deshalb ab 11 Uhr auch etliche Schüler.

Ihr streikt für die Entfesselung der Energiewende.
Ingo Laubenthal, Klimabündnis Karlsruhe

Die Demoroute führt vom Karlsruher Marktplatz zum Rondellplatz, Europaplatz, zum Schloss und zurück zum Marktplatz. Das hatten die Veranstalter vorab mitgeteilt.

Klimaaktivisten wollen Klimaziele schneller vorantreiben

Ob man klimaneutral werde oder nicht, sei keine politische Frage, stellte Luca Golea von Fridays for Future (FFF) Karlsruhe fest. „Es handelt sich hier um eine lebensbedrohliche Situation“, ergänzte er mit Blick auf die Folgen, die eine globale Erwärmung um mehr als anderthalb Grad hätte.

Nach dem Auftakt auf dem Karlsruher Marktplatz ziehen die Aktivisten von Fridays for Future durch die Innenstadt. Foto: Marcus Dischinger

„Die Extremwetterlagen, die wir in diesem Sommer in Deutschland beim Hochwasser erlebt haben, werden sich häufen, aber das ist nichts gegenüber dem, was uns droht, wenn die Klimaziele verfehlt werden“, betonte er. Golea kritisiert außerdem die Handelnden in der Wirtschaft, die ausschließlich handelten um kurzfristigen Profit zu erzielen – auf Kosten des Klimas. „Ein Wirtschaftssystem, das auf Ausbeutung basiert, kann es nicht besser machen“.

Eine Verknüpfung zwischen Klimaschutz und der Situation in Entwicklungsländern stellte Anna Jahn von der Seebrücke Karlsruhe her. Millionen von Menschen seien wegen der Klimakatastrophe schon seit vielen Jahren auf der Flucht. „Die Klimakrise muss ein Asylgrund werden“, so die Forderung.

Demos sollen Druck auf die Politik erhöhen

„Ihr streikt für die Entfesselung der Energiewende“, rief Ingo Laubenthal vom Klimabündnis Karlsruhe den Demonstranten entgegen. „Wir wissen, wie das geht, aber die Regierung hat jahrelang gebremst“, ergänzte er. FFF-Streikorganisatorin Mia Maintz bilanzierte, mit dieser Demonstration habe man den Druck auf die Politiker beiden Koalitionsverhandlungen in Berlin erhöht.

Nicht nur in Karlsruhe, sondern auch in mehreren weiteren Städten in Baden-Württemberg finden Demonstrationen von Fridays for Future statt.

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