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Micky Maus erobert den Friedrichsplatz

Der Mini-Rummel in der Karlsruher City steht

Ein wenig Jahrmarkt-Flair für die Innenstadt: Kinderkarusselle und Imbissbuden stehen in den nächsten Wochen in der Karlsruher City. Das soll vor allem den Schaustellern helfen.

Mickey Mouse erobert die City: Am Friedrichsplatz steht unter anderem ein Kinderkarussell. Foto: Jörg Donecker

Eine auf mehrere Plätze verteilte Mini-Mess’ findet in den nächsten Wochen in der Karlsruher Innenstadt statt. Schausteller haben Buden und Karusselle aufgebaut, die an diesem Freitag in Betrieb gehen. Das Angebot reicht von Softeis über Langos bis hin zu Crepes. Kinder können Plastikenten angeln oder mit einem Greifarm in einem Automaten einen Teddybären fassen und gewinnen.

Auf dem Friedrichsplatz dreht sich ein Micky-Maus-Karussell. Weitere Standorte des dezentralen Rummels sind der Markt- und der Kronenplatz sowie der Kirchplatz St. Stephan.

Auch an der Karlsburg in Durlach stehen bald zwei Stände, an denen es Würste und Langos gibt. Am Karlsruher Schloss soll ein Kettenkarussell stehen. Weil sich die Genehmigung vom dort zuständigen Land verzögerte, dreht sich dieses Fahrgeschäft frühestens ab Freitag kommender Woche. Und wenn es nach den Schaustellern geht, bleibt es auf dem Areal dann auch nicht bei einer Attraktion.

„Wir würden am Schloss gerne mehr Buden aufbauen”, sagt Susanne Filder, die an der Spitze des Karlsruher Schaustellerverbandes steht. Der hat über 80 Mitglieder. Um möglichst vielen davon eine Chance in der Innenstadt zu geben, werden die Buden in den nächsten Wochen immer wieder wechseln. Filder kann sich vorstellen, im gesperrten Bereich der Karlstraße ebenfalls Stände aufzubauen.

Es ist fünf nach, nicht fünf vor Zwölf.
Tobias Hoffmann / Karlsruher Schaustellerverband.

Einige Schausteller haben seit Herbst keine Einnahmen mehr. Corona kam in Deutschland auf, als gerade die Frühjahrsmessen anlaufen sollten. Rummel um Rummel wurde in der Folge gestrichen. Und noch gibt es für die Schausteller im Land keine Perspektive. „Es ist fünf nach, nicht fünf vor Zwölf”, sagt Tobias Hoffmann vom Karlsruher Schaustellerverband.

Stadt verlangt keine Gebühren

Weil die Stadt das weiß, dürfen die Buden nun in der City aufgebaut werden, ohne dass dafür Gebühren fällig sind. In anderen Städten gibt es ähnliche Aktionen. „In München und Nürnberg gibt es auch Riesenräder und Achterbahnen in der City”, berichtet Filder.

Letzte Handgriffe: Schausteller Theodor Buntenbroich bereitet auf dem Kirchplatz St. Stephan seine Bude für den Mini-Rummel vor. Foto: Jörg Donecker

Hoffmann, der jetzt eigentlich seinen Crêpes-Stand vom Fest in der Günther-Klotz-Anlage zu den Schlosslichtspielen umgezogen hätte, hat mit Kollegen in Heidelberg gesprochen, die dort in der Altstadt stehen. „Es läuft okay, heißt es da.” Der in Eggenstein ansässige Schausteller Willy Krusig geht davon aus, dass das Geschäft, das er jetzt mit seinem Imbiss auf dem Friedrichsplatz erzielt, ein Tropfen auf den heißen Stein ist. „Es ist ja nicht wirklich eine Veranstaltung mit Atmosphäre.”

Mini-Mess’ könnte verlängert werden

Die Schausteller wollen in den nächsten Wochen sehen, wie das Angebot ankommt. Läuft es, könnte es nach den Sommerferien weitergehen. Am 31. Oktober würde dann eigentlich die Karlsruher Herbstmess’ starten. Großveranstaltungen sind aktuell bis genau diesem Datum verboten. Was danach kommt, ist unklar.

Dies gilt auch für den Christkindlesmarkt – der für viele Schausteller eine der wichtigsten Einnahmequellen im Jahr ist. „Wir wollen arbeiten und unser Geld verdienen”, versichert Filder, die sich mit ihren Kollegen bereits Konzepte für die Corona-Zeiten überlegt.

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