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I hätt do mol e Frog

Deshalb ist das KVV-Kundenzentrum am Hauptbahnhof gerade geschlossen

Warum ist das KVV-Kundenzentrum am Hauptbahnhof geschlossen? Das will eine BNN-Leserin in der Rubrik „I hätt do mol e Frog“ wissen. Der Grund ist die Corona-Pandemie und die geringe Größe des Containers. Trotz allem ist dort kein ausreichender Infektionsschutz möglich.

Wegen Corona geschlossen: Das KVV-Kundenzentrum am Hauptbahnhof ist außer Betrieb. Die Mindestabstände können dort nicht gewährleistet werden. Foto: Jörg Donecker

„Ich frage mich, warum das KVV-Kundenzentrum am Hauptbahnhof geschlossen wurde“, teilt Ulrike Röhrle in der BNN-Reihe „I hätt do mol e Frog“ mit. Immerhin ist der kompakte Container nahe dem zentralen Portal des Hauptbahnhofs im Normalfall stark frequentiert: Wer per Fernzug nach Karlsruhe anreist und mit dem öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt und ihrer Region weiter will, bekommt dort mundgerechte Vorschläge und das passende Ticket gleich mit.

Auch Pendler, die am Bahnhof regelmäßig ihre Monatskarte erstehen wollen, freuen sich über die Möglichkeit, gleich am Hauptbahnhof fündig zu werden. Das Problem ist nur: Derzeit ist der Laden dicht. Oder, wie es offiziell heißt: „Das KVV-Kundenzentrum bleibt vorerst geschlossen.“

Grund ist die Corona-Pandemie in Verbindung mit der geringen Größe des KVV-Kundenzentrums am Hauptbahnhof. Schon seit Längerem steht der Container am Hauptbahnhof nicht zur Verfügung, stattdessen wird die Kundschaft an die Kundenzentren auf dem Marktplatz sowie in Ettlingen, Rastatt, Baden-Baden und Bruchsal verwiesen.

„Im Kundenzentrum am Hauptbahnhof können aufgrund der relativ kleinen Gebäudefläche die notwendigen Corona-Schutzmaßnahmen nicht vollumfänglich umgesetzt und Besucherströme entzerrt werden“, sagt KVV-Sprecher Nicolas Lutterbach zur Erläuterung.

Sicherheitsabstand kann nicht gewährleistet werden

Besonders die Einhaltung des dort erforderlichen Sicherheitsabstands sei schwierig. „Entsprechend können wir den Infektionsschutz für unsere Mitarbeiter und Kunden dort nicht so gewährleisten wie in anderen Kundenzentren, wo die Flächen deutlich größer sind.“ Selbst wenn Kunden vor der Tür Schlange stehen, geht es mitunter drangvoll eng zu: Viele Passanten streben schließlich in Richtung Haupteingang des Bahnhofs. Dort kommen sie zu Stoßzeiten in Konflikt mit den Wartenden am KVV-Servicezentrum.

Auch die vergleichsweise kleine Zugangstür zu dem containerartigen Gebäude birgt potenzielle Gefahren. Denn es gibt zwar zwei separate Schalter innerhalb des Containers, aber nur einen Ein- und Ausgang. Begegnungen mit Tuchfühlung sind an der Tür also nicht ausgeschlossen – schon gar nicht, wenn es infolge des großen Andrangs Schlag auf Schlag gehen muss.

Der KVV-Sprecher spricht von einer „temporären Schließung“. Gegenwärtig ist angesichts der steigenden Coronazahlen allerdings unklar, wie lange die Schließung des Kundencenters am Hauptbahnhof noch andauert. Anders als am Hauptbahnhof sei die Lage am Marktplatz jedoch entspannt. Allein: Das nützt jenen nicht so viel, die am Hauptbahnhof angekommen sind und dort das passende Ticket brauchen.

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