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Landtagswahl am 14. März

Viele Karlsruher wählen lieber auf Distanz

Am 14. März ist Landtagswahl in Baden-Württemberg. Karlsruhe bereitet sich auf einen Rekord bei der Briefwahl vor.

Das Briefwahlbüro ist eröffnet: In der Kriegsstraße 100 können Karlsruher schon jetzt ihre Stimme abgeben. Das Verfahren erläuterten zum Auftakt Wahlamtschefin Edith Wiegelmann-Uhlig und Bürgermeister Albert Käuflein. Foto: Jörg Donecker

Viereinhalb Wochen vor der Landtagswahl am 14. März liegen bei der Stadt Karlsruhe schon knapp 43.000 Anträge auf Briefwahl vor. Zum Vergleich: Beim Urnengang 2016 gab es insgesamt weniger als 37.000 Briefwähler. Jetzt sind rund 206.000 Bürger stimmberechtigt: Alle Deutsche über 18 Jahren nämlich, die mindestens seit drei Monaten ihren Wohnsitz in Baden-Württemberg haben.

„Wir erwarten bis zu 90.000 Briefwahlanträge“, sagte Bürgermeister Albert Käuflein am Mittwoch bei der Eröffnung des Briefwahlbüros. Dieses befindet sich, wie schon bei der Oberbürgermeisterwahl im Dezember, im ehemaligen Postgirogebäude in der Kriegsstraße 100. Bis zur Mittagszeit beantragten dort am Mittwoch rund 70 Karlsruher persönlich ihre Wahlunterlagen.

Doch wer seine Stimme daheim abgeben möchte, muss nicht ins Briefwahlbüro gehen. Die Anträge können per Post, Fax oder online gestellt werden. Letztere Option wird immer beliebter. Von den bereits vorliegenden Anträgen kamen 36.500 über das Internet. Rund 30 Anträge wurden bisher von Wahlberechtigten gestellt, die sich aktuell im Ausland aufhalten: Unter anderem wird jetzt Post nach Thailand, Südkorea, Frankreich, Schweden, Österreich, in die USA und in die Schweiz gehen.

Das Briefwahlbüro ist bis Freitag, 12. März, jeweils montags bis freitags durchgehend von 10 bis 17 Uhr geöffnet und am letzten Tag, Freitag, 12. März, zusätzlich bis 18 Uhr. Insgesamt sind dort 20 städtische Mitarbeiter im Einsatz, darunter einige Auszubildende. Ausgezählt wird die Briefwahl am 14. März in der Gartenhalle.

Stadt erhöht die Briefwahlbezirke wegen der Corona-Krise

Erfahrungsgemäß beteiligen sich an Landtagswahlen mehr Menschen als an Oberbürgermeisterwahlen. „Bei OB-Wahlen kommt man im Schnitt auf 40 bis 50 Prozent, bei Landtagswahlen auf 65 bis 70 Prozent“, so Käuflein. In der Corona-Krise erhöhte die Stadt nun die Briefwahlbezirke von 90 auf 110 und ebenso die Urnenbezirke von 80 auf 100.

Wo am Wahltag die Stimmabgabe möglich ist, kann jeder seiner Wahlbenachrichtigung entnehmen. Wer diese bis zum 21. Februar nicht per Post erhält, aber glaubt, stimmberechtigt zu sein, sollte sich ab Montag, 22. Februar, mit dem Wahlamt unter der Telefonnummer (07 21) 1 33 12 50 in Verbindung setzen.

Diese Kandidaten treten an

Bei der Landtagswahl ist Karlsruhe in zwei Wahlkreise unterteilt. Im Osten treten Ute Leidig (Grüne), Rahsan Dogan (CDU), Paul Schmidt (AfD), Anton Huber (SPD), Norman Gaebel (FDP), Christina Zacharias (Linke), Dirk Uehlein (ÖDP), Bernd Föhr (Die Partei), Rena Thormann (Freie Wähler), Daniela Schlittenhardt (Bündnis C), Alexander Buchfink (die Basis), Saskia Knispel de Acosta (Klimaliste), Sven Haiber (Die Humanisten), Philippe Sebastian (W2020) und Fabian Gaukel (Volt) an.

Im Westen gehen Alexander Salomon (Grüne), Katrin Schütz (CDU), Rouven Stolz (AfD), Meri Uhlig (SPD), Patrik Mahlke (FDP), Anna-Maria Jahn (Linke), Eike Zimpelmann (ÖDP), Joshua Stock (Die Partei), Rena Thormann (Freie Wähler), Dominik Langer (die Basis), Markus Schmoll (Klimaliste), Andreas Schäfer (Die Humanisten) und Michael Vogtmann (Volt) ins Rennen.

Auf den Stimmzetteln sind die Parteien nach ihren Stimmzahlen bei der vergangenen Landtagswahl, dann die weiteren Parteien in der alphabetischen Reihenfolge aufgeführt.

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