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Datum der Fertigstellung ist unklar

Die Karlsruher Stadthallen-Sanierung wird wohl noch teurer

Die Sanierung der Karlsruher Stadthalle kommt nicht voran. Nun soll ein Unternehmen aus Bochum helfen, die Sache zu Ende zu bringen.

Problemfall: Die Sanierung der Karlsruher Stadthalle kommt seit Jahren nicht richtig voran. Foto: Jörg Donecker

Wie teuer die Sanierung der Karlsruher Stadthalle wird, ist weiter ebenso unklar wie das mögliche Fertigstellungsdatum. Dennoch befasst sich der Gemeinderat am nächsten Dienstag mit dem Thema, weil zumindest in einem Punkt Klarheit herrscht: Die neue Ausschreibung der Haustechnik kostet fast 4,5 Millionen Euro.

Mit dem eigentlich beauftragten Büro hatte die Stadt nach massiven Verwerfungen im August 2020 die Zusammenarbeit aufgekündigt. Ein Schritt, der das Projekt weiter zurückwarf.

Die Stadthalle als gute Stube im Herzen der City ist seit 2017 geschlossen. Immer wieder ruhten die Arbeiten über lange Zeiträume, weil es Streit mit dem Ingenieurbüro gab. Nun kommt ein Unternehmen aus Bochum zum Zug, das für die Planung für Heizung, Lüftung, Sanitär und Co. 4.438.270 Euro in Rechnung stellt.

Diese Summe ist im zuletzt kalkulierten Gesamtaufwand für die Sanierung von 76,4 Millionen Euro nicht enthalten. Allerdings werde dieser Posten zunächst über das bisher bereitgestellte Budget finanziert, so die Stadtverwaltung. Sie räumt ein: Aufgrund der Bauverzögerung seien weitere Mehrkosten durch Preissteigerungen zu erwarten. Erst nach Abschluss der Entwurfsplanung könnten die Kosten fortgeschrieben und ein belastbarer Terminplan erstellt werden.

Im Jahr 2012 wollte die Stadt zunächst nur die Foyers der Stadthalle attraktiver gestalten. Im Zuge einer Brandschau wurde 2013/14 ein neues Brandschutzkonzept entwickelt. 2014 wurde entschieden, die Säle zu modernisieren. Und 2016 folgte die Erkenntnis, dass die Technik insgesamt umfassend erneuert werden muss. Ziel ist es, die Halle moderner und heller zu gestalten. Insgesamt verfügt die 1985 eröffnete Stadthalle über fünf Veranstaltungssäle mit einer Kapazität von bis zu 4.000 Personen, fünf Konferenzräume, 17 Seminarräume und drei Foyers.

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