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Anlage komplett erneuert

Container treffen auf Campingplatz Durlach pünktlich zum Saisonbeginn ein

Eine provisorische Rezeption füllt auf dem Campingplatz Durlach die letzte Lücke. Damit ist Karlsruhes einziger Campingplatz rechtzeitig zum 1. März 2021 bereit. Touristen dürfen wegen der Corona-Pandemie noch nicht kommen, Monteure sehr wohl.

Für die provisorische Rezeption des rundum erneuerten Campingplatzes Durlach sind jetzt alle Container an Ort und Stelle. Foto: Jörg Donecker

Frühling liegt in der Luft, Grünspechte rufen, es klingt wie Gelächter. Hinter Baumkronen ist der Aussichtsturm auf dem Durlacher Turmberg zu erkennen.

Ein langer Kranarm schwenkt geräuschlos vor dem Himmelblau über der Pfinz. Bauarbeiter blinzeln gegen die Sonne. Vor ihren Augen schließt der letzte von elf Containern die Lücke in der neuen, wenn auch provisorischen Rezeption des Campingplatzes Durlach.

Das Einschweben des weiß lackierten Zweckwürfels ist auch zeitlich eine Punktlandung. Ab Montag, 1. März, ist die Anlage wieder offen, wenn auch zunächst nur für Gäste, die aus beruflichen Gründen übernachten.

Überraschend wenig trübt die anhaltende Pandemie die Aufbruchstimmung der Umbaubeteiligten. Zwar dürfen Touristen noch nicht kommen. Sie werden erst Quartier machen auf einem der 50 Caravan-Stellplätze, der Zeltwiese oder den freigelegten Terrassen, wenn die Corona-Bestimmungen das wieder erlauben.

Aber die Stadt setzt auf die Zeit ohne Beherbergungsverbot, Kontaktbegrenzung und Reisebeschränkungen. Ab Montag können am Ende der Tiengener Straße nun jedenfalls zum Beispiel Monteure und Geschäftsreisende kampieren.

Ausbau des Campingplatzes in städtischer Regie

„Camping Durlach“ heißt die rund 3,7 Hektar große Anlage jetzt, rund 1,5 Millionen Euro sind in die Neuaufstellung des Campingplatzes geflossen. Die Container bilden voraussichtlich zwei Jahre lang den Sanitär- und Rezeptionsbereich.

Nebenan, beim Eingang zur Anlage, soll die Dauerlösung entstehen. Die erarbeiten in den kommenden zwei Jahren die städtischen Bäderbetriebe, kündigt deren Geschäftsführer Oliver Sternagel an. In der dreijährigen Umbaupause ist die Anlage in städtische Regie übergegangen.

Rocco Trunz, der Betriebsleiter des Campingplatzes, begleitet noch kleine Baustellen auf der Anlage. Ende März soll der Spielplatz beim Eingang fertig sein. Ein Klettergerüst aus Metall mit Gecko und eine hölzerne Kletterburg stehen schon, ein Trampolin im Boden wirkt mit schwimmbadblauem Rand wie ein Mini-Bassin.

Durlach setzt stark auf Camper

Wer richtig plantschen, baden und schwimmen will, kommt durch einen neuen Durchlass zu Fuß oder mit dem Fahrrad autofrei an der Pfinz zum Turmbergbad. 300 Meter liegen zwischen dem Freibad-Eingang und der Südspitze des Campingareals, 1.000 Meter sind es bis zur Karlsburg und Durlachs historischer Altstadt.

„Der Platz bedeutet viel für Karlsruhe, aber auch für Durlach“, sagt die Ortsvorsteherin des Stadtteils, Alexandra Ries. Der Campingplatz sei sehr beliebt gewesen. „Jetzt ist er neu, modern und in sehr guter Leitung, da wird er wieder sehr erfolgreich sein“, glaubt Ries und ergänzt: „Wir haben in Durlach gemerkt, wie der Platz gefehlt hat.“

Betreiber kleinerer Läden in der mittelalterlich geprägten Altstadt protestieren gerade massiv gegen Corona-Beschränkungen zu ihren Ungunsten. Der Stadtteil verspreche sich von der Rückkehr der Camper positive Impulse, sagt Ries: „In dieser Zeit, in der die Geschäfte auf jeden Kunden angewiesen sind, spielen sie ganz sicher eine Rolle.“

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