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Zeitreise mit Met

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt in Karlsruhe-Durlach ist eröffnet

Einen Tag nach dem Karlsruher Christkindlesmarkt ist der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Durlach eröffnet worden. Er is etwas kleiner – aber besonders.

Durlach
Viel Betrieb: Der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Durlach läuft bis zum 21. Dezember. Foto: Jörg Donecker

Nur wenige Schritte sind es vor der Durlacher Karlsburg vom 21. Jahrhundert ins tiefste Mittelalter. Von Crêpes und Bratwurst zu den Bullenrippen. Vom Glühwein zum Met. Von den blinkenden Lichtern des Kinderfahrgeschäfts bis zum handbetriebenen Kettenkarussell.

„Das ist einfach einer der schönsten Märkte überhaupt“, sagen Julia und Ellen, die zwei Stunden nach der Eröffnung am Freitagnachmittag mit frisch frittierten Kartoffellanzen über den Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt schlendern.

Die beiden Freundinnen arbeiten nur wenige Meter entfernt von der Karlsburg und verbringen ihre Mittagspause regelmäßig in der Budenstadt.

Das machen auch viele Schüler von der Friedrich-Realschule und dem Markgrafen-Gymnasium, die sich bereits am Eröffnungstag einen Langos genehmigen. Ruhig zu geht es noch vor dem Zelt von Michael Brunner, der Baustahl auf einem Holzkohlenfeuer auf 1.000 Grad Celsius erhitzt und dann mit gezielten Hammerschlägen auf dem Amboss Zeltheringe schmiedet.

Badische Schwertspieler haben vor der Durlacher Karlsburg ihr Lager aufgeschlagen

„Wenn das Wetter mitspielt, wird das endlich wieder ein normaler Weihnachtsmarkt“, sagt Benjamin Lindig. Der Chef des Thüringer Häusles ist mit seiner Mutter Petra Lindig im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Durlacher und Auer Vereine (Arge) seit mehreren Jahren für die Organisation des mittelalterlichen Spektakels zuständig.

Geändert wurde am Konzept nach zwei Jahren Corona-Zwangspause nur wenig, die meisten Stammbeschicker sind wieder dabei. Vor der Schlossschule haben die Badischen Schwertspieler ihr Lager aufgeschlagen.

Dazu gibt es vor der Karlsburg abends und an den Wochenenden Musik auf der Bühne und mittelalterlichen Gauklereien mit den Besuchern. „Der Mix ist schon etwas Besonderes“, weiß Lindig. Aber das mittelalterliche Flair passe ausgezeichnet in die historischen Durlacher Altstadt. Außerdem seien die Auftritte von Rittern und Gauklern bei Familien mit Kindern extrem beliebt.

Nach zwei Jahren Pause freuen sich die Leute in Durlach schon seit Wochen auf diesen Markt.
Alexandra Ries, Ortsvorsteherin

Die „besondere Stimmung“ vor der Karlsburg ist auch für Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. „Nach zwei Jahren Pause freuen sich die Leute in Durlach schon seit Wochen auf diesen Markt.“ Deshalb rechnet sie mit vielen Besuchern aus Durlach und den umliegenden Gemeinden.

Optimistisch stimmen Benjamin Lindig auch die vielen Besucher zum Auftakt des Karlsruher Christkindlesmarkts. „Das zeigt doch ganz klar, dass die Leute wieder richtig hungrig auf Weihnachtsmärkte sind.“ Konkurrenten seien die Budenstädte in der Stadtmitte und in Durlach keine. Karlsruhe und das Umland hätten genügend Bewohner für zwei große Weihnachtsmärkte.

Kunsthandwerker im Karlsruher Rathausgewölbe

Eröffnet wurde auch der traditionelle Kunsthandwerkermarkt im Rathausgewölbe. An jedem langen Adventswochenende bieten dort Aussteller im wöchentlichen Wechsel an 15 Ständen ihre selbstgemachten Kreationen feil.

Zum Auftakt gibt es unter anderem handbemalte Vasen von Luana Mittenbühler und Hochprozentiges vom Bulacher Brenner Michael Schreiber, am zweiten Adventswochenende ist dann auch Bio-Imker Marc La Fontaine mit dabei.

Mehrere Wochen stand der Gewölbemarkt nach dem Rückzug der bisherigen ehrenamtlichen Initiatorinnen auf der Kippe, dann sprang die Arge ein und übernahm die Organisation. Für Ortsvorsteherin Ries ein weiterer Beleg dafür, dass das gesellschaftliche Leben in Durlach maßgeblich durch das große Engagement der Vereine geprägt wird.

Service

Der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt vor der Durlacher Karlsburg hat bis zum Mittwoch, 21. Dezember, täglich von 11.30 bis 21 Uhr geöffnet. Der Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerkern im Rathausgewölbe ist an den Adventswochenenden freitags, samstags und sonntags jeweils von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

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