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Zurück nach der Zwangspause

Open-Stage statt Talentwettbewerb: So laufen die Vorbereitungen für das Durlacher Altstadtfest

Volle Straßen in Durlach: Nach der coronabedingten Pause ist das Durlacher Altstadtfest zurück. Am ersten Juli-Wochenende leuchtet der Karlsruher Stadtteil wieder bunt. Wie laufen die Vorbereitungen?

Feiernde Menschen vor einem DJ-Pult.
Viel Trubel: Am ersten Wochenende im Juli ist in der Durlacher Altstadt traditionell viel los. Foto: Joerg Donecker

Ob mit Rotstift im Familienplaner, digital im Handy oder gar mit Herz umkringelt – das erste Juliwochenende haben nicht nur viele Durlacher im Kalender notiert. Nach zwei Jahren Coronapause findet am 1. und 2. Juli wieder das Durlacher Altstadtfest statt. Seit 1977 wird an diesem Sommerwochenende die Einweihung der Fußgängerzone Pfinztalstraße gefeiert – 2022 zum 44. Mal.

Los geht es am Freitag, 1. Juli, um 17 Uhr, mit einem Fassanstich vor dem Rathaus. Durch die Gassen laufen an dem Freitag und Samstag nicht nur Einheimische. Auch über die Grenzen der Stadt hinaus ist das Fest bekannt, so die Veranstalter. In den vergangenen Jahren kamen bis zu 150.000 Besucher.

Und denen wollen die Durlacher Vereine ein eindrucksvolles Programm bieten. Mehrere Live-Bands und DJs treten auf. Dabei konzentrieren sich die Feierlichkeiten nicht nur auf den Marktplatz. In vielen Hinterhöfen, auf jedem Platz und in den Straßen wird getanzt und gesungen.

30 Vereine stellen Programm auf die Beine

Insgesamt 30 Vereine arbeiten dabei zusammen, um ein möglichst vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen. Damit auch der Nachwuchs gefördert wird, veranstalten die Durlacher und Auer Vereine seit einigen Jahren samstags einen Talentwettbewerb für Bands und Solokünstler. Dieser findet in diesem Jahr nicht statt.

Stattdessen haben sich die Veranstalter für einen Open-Stage-Nachmittag entschieden. Auf sieben Bühnen treten dann Nachwuchskünstler auf. Diese sollen den Nachmittag mit dem üblichen Kinderprogramm musikalisch begleiten. Eine Bewertung durch eine Jury wird es diesmal nicht geben.

Talentwettbewerb findet nicht statt

„Wir wollen auch Künstlern eine Chance bieten, die abends noch nicht auf die Bühne können“, sagt Thomas Rößler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Durlacher Altstadtfest. Das Open-Stage-Programm findet zwischen 13 und 18 Uhr statt. Die genauen Auftrittszeiten werden noch bekannt gegeben.

Das Hauptprogramm für das Wochenende steht bereits. Und das, obwohl Vereine und Arbeitsgemeinschaft in diesem Jahr weniger Zeit für die Vorbereitungen hatten. Erst Ende April fiel die endgültige Entscheidung für das Altstadtfest. Die Vereine wollten auf Nummer sicher gehen, dass ein möglichst kleines finanzielles Risiko durch eine mögliche Absage des Fests besteht.

„Es ging nie um die Frage: Altstadtfest Ja oder Nein, sondern darum, wann das Fest wieder im üblichen Rahmen stattfinden kann“, sagt Rößler. Auch im vergangenen Sommer hatten die Vereine zunächst gehofft, ein Altstadtfest mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen veranstalten zu können.

Dafür hätte das Festareal inklusive der Hinterhöfe und der Durlacher Altstadt abgesperrt werden müssen. Auch die Besucherströme hätten entzerrt werden müssen. Am Ende standen Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis, so die Veranstalter damals.

Vereine brauchen Durlacher Altstadtfest

Die Absage 2021 war für die Vereine ein herber Schlag. Rößler betont: „Ein erfolgreiches Altstadtfest ist die Grundlage für eine gelungene Vereinsarbeit.“ Umso mehr freuen sich alle Beteiligten in diesem Jahr wieder Karlsruhes größtes Straßenfest zu feiern. Die Vereine selbst buchen die Künstler für das Bühnenprogramm.

„Die Besucher dürfen sich auf viele bekannte Gesichter freuen“, verrät Rößler. Denn viele Künstler, die für 2020 gebucht waren, haben einen neuen Vertrag für dieses Jahr bekommen. Neben den Vorbereitungen hat Rößler auch den Wetterbericht fest im Blick. Aktuell sind Temperaturen über 25 Grad angekündigt.

„Das ist aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr verlässlich“, sagt Rößler. Bei gutem Wetter rechnet er mit vielen Besuchern: „Man merkt, dass die Menschen Nachholbedarf haben.“

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