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Zu wenig Bänke am beliebten Fluss

Karlsruher Politiker suchen Lösungen: Bekommt das Durlacher Pfinzufer mehr Sitzplätze?

Das Pfinzufer in Durlach ist ein beliebtes Ziel, in der Pandemie ist die Attraktivität noch größer. Am Wasser gibt es aber kaum Sitzgelegenheiten. Das will der Ortschaftsrat rasch und unkompliziert ändern.

Lieblingsplatz: Am Pfinzufer zwischen der Obermühle und der Hubstraße lässt sich Natur gut erkunden und genießen. Doch es gibt kaum Möglichkeiten, am Wasser Platz zu nehmen. Foto: Jörg Donecker

An der Pfinz in Durlach genießen bei schönem Wetter in Zeiten der Pandemie besonders viele Spaziergänger die Nähe zum fließenden Wasser. Familien mit Kindern nutzen ebenfalls die Chance, die Natur vor der Haustür zu erkunden. Besonders beliebt ist dazu der Weg direkt am Wasser zwischen der Obermühle und der Hubstraße. Doch ausgerechnet an diesem Abschnitt gibt es nur zwei Sitzbänke.

750 Meter lang ist der Abschnitt der Pfinz, der zwischen der Waldshuter Straße und dem Wohnquartier „Am Pfinztor“ als naturnahes Grün lockt. Die SPD im Ortschaftsrat will erreichen, dass die Aufenthaltsqualität am Ufer zwischen der gelb-roten Bogenbrücke an der Pforzheimer Straße und dem Naturfreundehaus in der ehemaligen Mühle steigt.

Wenn die neuen Wohnhäuser der Volkswohnung an der Pfinzstraße 14-16 stehen, folgt die Wiederherstellung der benachbarten, in Anspruch genommenen Flächen, versichert das Stadtamt Durlach. Sie würden wieder in einen attraktiven und qualitativ einwandfreien Zustand versetzt – auch der Sitzplatz unter den Bäumen mit Blick auf die Obermühle.

Kreative Ideen per Bürgerbeteiligung?

Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries (SPD) unterstützt das Bemühen um mehr Sitzgelegenheiten am Ufer der Pfinz. „Auch wenn dann mal etwas in der Pfinz landet, ist das kein Grund dagegen“, betonte sie in der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Sonja Klingert (Grüne) erinnerte an einen früheren Antrag ihrer Fraktion, auf dem Weg einer Bürgerbeteiligung zu kreativen Sitzgelegenheiten zu kommen. Jetzt sei ein guter Moment, um diese Idee neu aufzugreifen.

Ein Problem an der Pfinz ist der geringe verfügbare Platz zwischen Wasserlauf und Böschung. Beide Bereiche sind hinsichtlich Ökologie, Gewässerpflege und Hochwasserschutz sensibel.

Tatsächlich hatte das städtische Gartenbauamt im Herbst 2016 in Durlach schon einmal Maßnahmen präsentiert, um Teilbereiche am Pfinzufer attraktiver zu gestalten. Aus Gründen des Naturschutzes wurden sie jedoch nur „sehr zurückhaltend“ realisiert, erfuhr der Ortschaftsrat erst jetzt.

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Karlsruhe kennt das Improvisieren

Karlsruhe hat Erfahrungen mit improvisierten Sitzmöbeln. Der hölzerne Pavillon zum Stadtgeburtstag 2015 wurde nach dem Festjahr an seinem Standort hinter dem Schloss in handliche Teile zersägt, aus denen anschließend vergängliche Sitzbänke zusammengesetzt und in der Stadt verteilt wurden.

Stadtmöblierung umfasst auch Varianten, die mit extrem wenig Grundfläche auskommen. Bekannt sind einbeinige Hocker und Sitzschalenreihen mit je einem Stützbein pro Seite aus Wartehäuschen des Nahverkehrs. Es gibt aber auch pilzförmig ausgeformte Anlehnstützen, einzelne Sitzschalen an einem Pflock oder skulpturenähnliche Sitzmöglichkeiten, die auch optisch Akzente setzen.

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