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Lacher im Ortschaftsrat

Ortsvorsteherin wusste von nichts: Verwunderung über Bordell beim Rathaus von Karlsruhe-Durlach

Mitten in Karlsruhe-Durlach wird offenbar eine Wohnung an Prostituierte vermietet. Das kam eher zufällig bei einer Sitzung des Ortschaftsrats ans Licht.

Überraschend: In der Durlacher Altstadt wird offenbar ein Bordell betrieben. (Symbolbild) Foto: Chris Emil Janßen/Imago Images

Nur wenige Schritte vom Durlacher Rathaus entfernt befindet sich ein Bordell. Das kam bei der Präsentation des Steuerungskonzepts für Vergnügungsstätten durch Tobias Rahn vom Stadtplanungsamt bei der Sitzung des Durlacher Ortschaftsrats an die Öffentlichkeit.

Überrascht von der Neuigkeit zeigte sich allem Ortsvorsteherin Alexandra Ries, die die Neuigkeit mit einem ungläubigen Lachen kommentierte. Ansonsten hielt sich die Aufregung im Gremium allerdings in Grenzen.

„Wenn es bislang niemand aufgefallen ist, dann kann die Beeinträchtigung des öffentlichen Lebens nicht sonderlich groß sein“, sagte FDP-Ortschaftsrat Stefan Noé.

Bessere Steuerung der Vergnügungsstätten in Karlsruhe

Mit dem vorgestellten Konzept will das Stadtplanungsamt die Neuansiedlung von Vergnügungsstätten wie Spielhallen, Diskotheken oder anderen Amüsierbetrieben besser als bisher steuern.

Quartieren mit einer besonders hohen Dichte an derartigen Betrieben, in Karlsruhe insbesondere die westliche und östliche Kaiserstraße sowie das Zentrum von Mühlburg, sind nach Einschätzung der Stadtplaner nämlich von einem sogenannten Trading-Down-Effekt bedroht.

Das bedeutet: Straßenzüge mit auffällig vielen Spielhallen und Wettbüros wirken für Kunden von Einzelhandelsgeschäften abschreckend. Wenn Ladengeschäfte deshalb zumachen, siedeln sich anschließend oft Billiganbieter an und verstärken den Effekt.

Bordelle sind Gewerbetriebe

Bei dem Bordell in der Altstadt handelt es sich laut Rahn übrigens höchstwahrscheinlich nicht um ein klassisches Freudenhaus, sondern um eine Wohnung, die für Termine mit Prostituierten vermietet wird.

Ob das an dieser exponierten Stelle überhaupt erlaubt ist, müsse der Zentrale Juristische Dienst beurteilen, betont Rahn. Aus rechtlicher Sicht seien Bordelle Gewerbebetriebe und keine Vergnügungsstätten.

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