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Schlittschuhbahn am Schloss eröffnet

Warum bei der Eiszeit in Karlsruhe zwei unterschiedliche Corona-Regelwerke gelten

Am Karlsruher Schloss ist die Eiszeit-Schlittschuhbahn eröffnet. Doch über die Corona-Vorgaben schüttelt mancher den Kopf. Denn es gelten zwei verschiedene Regelwerke.

Freie Bahn: Zum Auftakt war bei der Eiszeit am Schloss wenig los. Michaela Vogel und ihre Kinder Vanessa und Ben genossen das rutschige Vergnügen. Foto: Jörg Donecker

Kein Showprogramm, kein Feuerwerk: Ohne großes Tamtam ist am Donnerstag die Eiszeit am Schloss in Betrieb gegangen.

Wie vor Corona gewohnt, umfasst die Schlittschuhfläche 2.030 Quadratmeter. Nebenan laden einige Essens- und Getränkestände zum Verweilen.

Doch wer da oder dort hinein will, muss Regeln der Coronaverordnung beachten – über die mancher Besucher schon am ersten Tag den Kopf schüttelte. Und das nicht nur, weil zwei unterschiedliche Regeln gelten.

Eiszeit in Karlsruhe: 3G – aber mit PCR-Test

3G gilt für alle, die Schlittschuhlaufen wollen. Geimpfte und Genesene brauchen keinen Test. Aber Vorsicht: Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht einen negativen PCR-Test, um das dritte G zu erfüllen.

Anders sieht es aus, wenn jemand eine Bratwurst essen oder einen Glühwein trinken will. In dem Bereich gilt 2G-plus, wobei da ein Schnelltest ausreicht, um das Plus abzudecken. Wer nicht genesen oder geimpft ist, muss aber draußen bleiben.

Hintergrund ist, dass die kleine Budenstadt wie der Weihnachtsmarkt gewertet wird, die Eisfläche aber als Sportstätte, erklärt Carmel Heichel von der veranstaltenden Karlsruhe Marketing und Event (KME) GmbH.

Grob könne man unterscheiden zwischen Bereichen, in denen Straßenschuhe getragen werden – oder eben nicht. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder bis fünf Jahren und Kinder bis sieben, wenn sie noch nicht eingeschult sind. Bei Schülern bis inklusive 17 Jahren wird der Schultest anerkannt. „Ansonsten gelten natürlich alle in den Verordnungen definierten Regeln und Ausnahmen“, so Heichel.

Verhaltener Zuspruch zum Auftakt der Eiszeit vor dem Karlsruher Schloss

Jonas Weber steht am Donnerstag am Zelteingang und checkt die G-Nachweise. „Bisher hatten wir nur Geimpfte, einen PCR-Test hatte noch keiner dabei“, bilanziert er am Nachmittag. Der Zuspruch ist ohnehin verhalten.

„Zum Auftakt war am Morgen eine Schulklasse auf dem Eis“, erzählt Kevin Helfrich, der Tickets verkauft. Er rechnet damit, dass am Wochenende mehr Besucher kommen. Bis zu 500 dürfen gleichzeitig aufs Eis. „Für die Stände nebenan liegt die Obergrenze bei 1.000 Menschen“, sagt Heichel. Das entspreche einer Person pro Quadratmeter.

Am Donnerstagmittag verlieren sich wenige Besucher an den Buden. Und auch auf dem Eis drehen nur vier, fünf Schlittschuhfans ihre Runden. „Es ist wirklich schön hier“, sind sich Dana Gutschalk und Jonathan Höhn einig.

Die beiden kommen aus Hessen und sind auf der Durchreise nach Bad Herrenalb, wo sie einen Kurzurlaub verbringen. Zum Auftakt stoppen sie in Karlsruhe und erstehen ein Tagesticket für die Eisbahn. „Wir haben im Internet gelesen, dass es die hier gibt.“

Schlittschuhlaufen in Karlsruhe: Keine Maskenpflicht auf dem Eis

Auf dem Eis müssen die Sportler keine Maske tragen. Beim Fahren würde der Abstand ohnehin eingehalten, heißt es. Und im Falle von beschlagenen Brillen bestehe eben ein Sturzrisiko.

Wer sich aber im Zelt umzieht, muss in der Zeit Mund und Nase bedecken. Angeboten wird wie immer ein Schlittschuhverleih, 500 Paar stehen in den Größen 25 bis 50 bereit. Auch Schlittschuhkurse gibt es. „Hier ist schon vieles ausgebucht“, berichtet Heichel.

Die Eiszeit, die von den Stadtwerken gesponsert wird, ist nach Angaben der KME die größte Open-Air-Eisbahn in Süddeutschland. Bundesweit zählt sie zu den größten innerorts. Neben der eigentlichen Schlittschuhfläche gibt es noch Bahnen für das Eisstockschießen. Die müssen vorab gebucht werden.

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