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Corona-Pandemie

Experten entwickeln Strategien für das Lockdown-Ende in Karlsruhe

Die Infektionszahlen gehen zurück, auch in Karlsruhe. Man müsse dennoch vorsichtig bleiben, sagt Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup. Hinter den Kulissen bereiten sich die Experten auf schrittweise Öffnungen vor.

Entscheidend: Für mögliche anstehende Öffnungs-Szenarien sind Testungen von großer Bedeutung. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wenn sich der Trend fallender Infektionszahlen und geringerer Inzidenzen fortsetzt, sollen die Karlsruher so schnell und so sicher wie möglich Stück für Stück wieder zurück zur Normalität kommen können.

Diese Hoffnung brachte Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bei seiner wöchentlichen Lage-Einschätzung vor Journalisten zum Ausdruck. Es gebe Grund zu der Annahme, dass man bei der dritten Corona-Welle weitgehend über dem Berg sei, sagte der OB. Sobald in den kommenden Wochen der bundesweite Inzidenzwert von 100 für fünf Werktage unterschritten werde, seien die Regelungen der Bundes-Notbremse nicht mehr maßgeblich.

Dass der positive Trend anhalten werde, lege auch das „Abwasser-Orakel“ nahe, sagte Mentrup. Das in Karlsruhe praktizierte Monitoring des Abwassers erlaubt frühzeitig Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf der Pandemie.

Stand Donnerstag sind in Karlsruhe sieben Kita-Gruppen coronabedingt geschlossen, 35 Covid-19-Fälle gibt es an Karlsruher Schulen. Für die kommende Woche kündigte Mentrup flächendeckende Testungen in den Kitas sämtlicher Träger an.

Hinter den Kulissen bereiten Experten unter Leitung von Martin Wacker, dem Geschäftsführer der Karlsruhe Marketing und Event GmbH, mit Hochdruck mögliche Öffnungsstrategien vor. Dabei kommen Testungen, Hygienekonzepten und der Nachverfolgbarkeit eine entscheidende Bedeutung zu. Man sei auf einem sehr guten Weg, betonte der Chef der Marketing- und Event-Gesellschaft und nannte beispielhaft die Informationskampagne in den Medien zu den tagesaktuellen Einkaufsregularien.

Teststation für Radler in der Klotze

In der kommenden Woche geht daneben in Kooperation mit dem Arbeiter Samariter Bund eine Schnellteststation für Fahrradfahrer in der stark von Radlern frequentierten Günther-Klotz-Anlage an den Start. Bis zu 300 Tests täglich können dort an Werktagen zwischen 6.30 und 18.30 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 12 und 16 Uhr stattfinden. Fahrradfahrer können spontan oder mit Termin vorbeifahren, den Test absolvieren und sofort wieder starten. Das Ergebnis gibt es direkt aufs Smartphone.

Mindestens bis Ende August wird der Drive-in-Test angeboten, damit die Karlsruher das bis dahin voraussichtlich immer weiter wachsende Einkaufs-, Kultur- und Restaurant-Angebot wahrnehmen können.

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