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Pizzeria Gigi in der Wilhelmstraße

Feuer in Kult-Pizzeria in der Karlsruher Südstadt

Ein Feuer in der Pizzeria Gigi in der Karlsruher Südstadt hat augenscheinlich nur den Eingangsbereich beschädigt. Zur Ursache ist noch nichts bekannt.

Nur noch Fetzen: Von den italienischen Nationalfarben ist nur noch wenig zu sehen an dem Dächlein am Eingang zu „Gigi“ in der Karlsruher Wilhelmstraße. Es wurde am frühen Morgen durch ein Feuer zerstört. Foto: Edith Kopf

Rauch liegt in der Luft kurz nach 6 Uhr in der Wilhelmstraße in Karlsruhe. „Die Feuerwehr muss kommen“, ruft ein Mann der vorgefahrenen Polizei entgegen. Das erkennen auch die zahlreichen Bewohner des Hauses, in dessen Erdgeschoss die stadtbekannte Pizzeria Gigi zu finden ist. Sie wissen sofort, was zu tun ist. Raus aus dem Bett und auf die Straße. Lediglich ganz oben unterm Dach bleibt mancher gelassen. Die Feuerwehr fährt die Drehleiter wieder ein ohne damit ein Brandopfer zu transportieren.

„Es ist nicht der Pizzaofen“, sind sich die Leute auf der Straße einig. Sie blicken auf das einst grün-weiß-rote Dächlein am Eingang zu dem Lokal, wo am Freitagabend Fußball geschaut wurde. Das Gestänge hängt verdreht an der Wand, der Bezug ist zu dunklen Fetzen verkohlt. Später macht die Rede es sei Benzin im Spiel die Runde.

Noch keine Informationen zur Ursache

Der Schaden beschränkt sich aufs Erdgeschoss, vor allem der Eingangsbereich des Hauses ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Anwohner sind sich sicher, dass nur dank des schnellen Eingreifens und Verständigens der Rettungskräfte Schlimmeres verhindert wurde.

Der Qualmgeruch hinterlässt auch in der Wilhelmstraße einen Eindruck von einem Brand, der dank Geistesgegenwart und schnellem Einsatz eng begrenzt werden konnte.

Um 7 Uhr beginnt für die meisten, die durch den Einsatz verfrüht aufgeschreckt worden waren, ein normaler Samstag. Die Menschen des Hauses haben den Brand unbeschadet überstanden. Sie müssen größtenteils dennoch auf der Straße unter den für die EM aufgehängten Flaggen ausharren. Auch die Polizei ist noch länger am Ort. Sie wartet auf die Spurensicherung.

Später gibt der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Karlsruhe den Schaden mit rund 50.000 Euro an. Bei neun Personen, alles Anwohner, bestand Verdacht auf Rauchgas-Vergiftung. Keiner musste jedoch stationär behandelt werden, so Einsatzleiter Dennis Ebner. Sie waren beim Eintreffen der Feuerwehr im Treppenhaus des Anwesens unterwegs. Die Wehrleute hatten den Brand unter Einsatz eines Löschrohrs im so genannten Innenangriff rasch beendet. Unter schwerem Atemschutz kontrollierte gleichzeitig ein weiterer Trupp das Treppenhaus sowie die Wohnungen. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren auch Kräfte der Polizei, darunter Kriminalbeamte, im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

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