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Papageienpaar im Park entwendet

Finderlohn soll zu den Neureuter Papageien-Dieben führen

Vor einigen Wochen haben unbekannte Diebe im Vogelpark in Neureut ein etwa 20 Jahre altes Pärchen Papageien und kleinere Vögel aus einer Voliere gestohlen. Bislang gibt es keine Spur zu den Tätern. Der Eigentümer setzt einen Finderlohn aus.

Wird schmerzlich vermisst: Unbekannte haben mehrere Vögel im Neureuter Vogelpark gestohlen, unter anderem diesen Mohrenkopfpapagei. Foto: Viktor Franz

Einen Finderlohn will Thomas Möhrling aussetzen. 250 Euro lobt der Vogelfreund aus der Weststadt aus, dessen Piepmätze – darunter zwei Mohrenkopfpapageien („Mopas“) – vor ein paar Wochen aus ihrer Voliere im Vogelpark in Neureut gestohlen worden sind (die BNN berichteten). Das Domizil für seine Tiere hat er gepachtet. Das sei erprobte Praxis, berichtet Matthias Knopik, Vorsitzender der Vogelfreunde Neureut. Mehrere Vogelliebhaber, Mitglieder des Vereins, hätten Volieren für ihre gefiederten Lieblinge gemietet. Bisher sei noch keine aufgebrochen worden.

Wenn er nur seine Vögel wieder bekäme, vor allem die beiden um die 20 Jahre alten Papageien, an denen er nach eigener Aussage sehr hängt. „Vogelhaltung ist für mich ein tolles Hobby“, sagt Möhrling, dafür gebe er gerne Geld aus, etwa für die große, vierteilige Voliere oder für die Heizung, die er dort installiert hat. „Ich habe seither nichts gehört, und es ist keiner der Vögel zurückgekommen.“

Zum Verlust seiner gefiederten Freunde habe er viel Resonanz in den sozialen Medien erhalten, aber bedauerlicherweise keinen Hinweis darauf, wo die Tiere geblieben sind, berichtet Möhrling. War der Diebstahl etwa eine gezielt gegen ihn gerichtete Aktion? „Das habe ich mich auch schon gefragt“, meint der Vogelhalter. Eine Antwort darauf habe er nicht.

Aktion von Tierschützern wird ausgeschlossen

Matthias Knopik hat sich diese Frage ebenfalls gestellt, berichtet er: „Das ist wohl eher etwas Persönliches. Aber das ist pure Spekulation. Anhaltspunkte dafür haben wir nicht.“ Klar sei, meint Knopik, dass es nicht um den materiellen Wert der Vögel gehe. „Diese schon älteren Tiere haben einen geringen Wert.“ Es gebe wertvollere Vögel im Park.

Dass Tierschützer hinter der Aktion stünden, die die Tiere befreien wollten, schließt Knopik völlig aus: „Wir sind alle selbst Tierschützer“, stellt der Vogelvereinschef klar, „und unser Papageienprojekt ist anerkannt.“ In freier Natur würden die Vögel nicht überleben.

Bartzeisige und Farbkanaren wurden ebenfalls gestohlen

Unterdessen hat sich Thomas Möhrling gewundert, dass ein paar kleinere Singvögel, die er wenige Tage vor dem Diebstahl in seine Voliere eingesetzt hat, nicht angerührt worden sind. Wohl aber nahmen die Täter je ein Pärchen Bartzeisige und Farbkanaren mit, die er gleichfalls neu erworben hatte. „Das ist schon seltsam“, meint der Mann, der seit etwa drei Jahren die Voliere für seine gefiederten Freunde gepachtet hat. Auffallend sei zudem, dass keine Werkzeuge weggekommen seien, und dass in der Vogelunterkunft nichts zerstört worden sei: „Die aufgeschnittenen Gitter konnte ich mit wenig Aufwand reparieren.“

Ob er die Voliere weiter nutzt, wisse er noch nicht, sagt Möhrling. „Ich denke darüber nach“, meint er. Jedenfalls sei der Park ein schönes Stück Natur, für die Vogelhaltung bestens geeignet. Früher hatte er sein Papageienpärchen („diese Vögel können gut 30 bis 35 Jahre alt werden“) bei sich zuhause in seinem Haus untergebracht. Aber: „In der großen Voliere im Vogelpark haben sie viel mehr Freiraum.“ Und: „Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte sie zuhause behalten“, sinniert der bestohlene Vogelbesitzer.

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