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Drei Karlsruherinnen erzählen

Tabuthema Schwerhörigkeit: „Plötzlich war es so, als ob ich einen Helm auf dem Kopf habe“

Frauen hören anders als Männer und leiden oft stärker, wenn ihre Hörfähigkeit schwindet. Betroffene unterschiedlichen Alters erzählen, wie sie mit dem Problem fertig werden.

Ein Ohr für Zwischentöne: Barbara Remmele aus Berghausen (Mitte) übt mit den Hörgeräteakustikern Reinhard Sorg (links) und Antje Rentsch. Foto: Jörg Donecker

„Früher dachte ich, ich könne das Gras wachsen hören“, sagt Barbara Remmele. Doch eines Tages, Mitte 30 ist sie da und das Töchterchen zweieinhalb Jahre alt, „war es plötzlich, als ob ich einen Helm auf dem Kopf habe“.

Am nächsten Tag ist der „Helm“ verschwunden, aber ein Tinnitus bleibt. Drei Jahre später hört die lebhafte Frau und Mutter im Garten der Familie in Pfinztal-Berghausen die Vögel nicht mehr zwitschern. Ihr ist klar: Der Tag für ein Hörgerät kommt. Als auch die hohe Kinderstimmen der Tochter und die ihrer Freundinnen immer öfter an ihr vorbeigehen, ist es so weit.

Heute streift Barbara Remmele das Gummiband der obligatorischen Maske über die Ohrmuschel und ein gut daumennagelgroßes Stück Technik in leuchtendem Pink unter der flotten Kurzhaarfrisur. Das Anfängertraining mit der Hörgeräteakustikerin Antje Rentsch ist geschafft. Gut einen Monat haben die beiden Frauen zusammen die richtige Einstellung gesucht. Jetzt lacht die 41-jährige Frau aus Berghausen: „Was für eine Bereicherung!“

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