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Kampagne „Dach gesucht“

Für Studenten fehlen in Karlsruhe noch viele Wohnungen

Mit der Kampagne „Dach gesucht“ helfen das Wissenschaftsbüro und das Studierendenwerk jungen Menschen bei der Wohnungssuche in Karlsruhe.

Ein überdimensioniertes Buch am Kronenplatz weist auf die Kampagne „Dach gesucht“ hin. Foto: Jörg Donecker

Jedes Jahr im Herbst ziehen Tausende junge Menschen nach Karlsruhe, um ihr Studium zu beginnen. Und jedes Jahr stehen viele von ihnen vor dem gleichen Problem, nämlich der Wohnungssuche.

Um die Studierenden bei dieser Suche zu unterstützen, wurde 2012 die Wohnraumkampagne „Dach gesucht!“, eine Initiative des Wissenschaftsbüros der Stadt und des Studierendenwerks, ins Leben gerufen.

„Mit dieser Kampagne wollen wir die Karlsruherinnen und Karlsruher dazu motivieren, eventuell nicht benötigten Wohnraum für Studierende zur Verfügung zu stellen“, sagt Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) zu Beginn der diesjährigen Kampagne.

Aktion „Dach gesucht“

Unter der Telefonnummer (07 21) 6 90 91 92 können sich Studierende und potenzielle Vermieter melden. Informationen vor Ort gibt es vom 27. September bis zum 1. Oktober, jeweils von 10 bis 17 Uhr, im Triangel Open Space, Kaiserstraße 93 (direkt am Kronenplatz).

In diesem Jahr weist ein überdimensionales Buch, welches am Kronenplatz „aufgeschlagen“ wurde, auf die Kampagne hin. „Wir hatten ja jedes Jahr kreative Ideen“, erinnert sich Luczak-Schwarz.

„Dieses Aktionen dienen als Appell an die Karlsruher, sich mit dem Problem der jungen Leute zu beschäftigen“, meint sie und regt an, doch zu überlegen, ob man nicht ein freies Kinderzimmer oder ein ungenutztes Gästezimmer an Studierende vermieten könne.

Viele ältere Studenten ziehen wegen der Corona-Pandemie auch erst jetzt nach Karlsruhe

Wie dringend solcher Wohnraum benötigt wird, belegen die Zahlen: Zu Beginn des Wintersemesters gibt es rund 9.000 Studierende, die ein Zimmer suchen. In den Karlsruher Wohnheimen stehen insgesamt etwa 4.400 Plätze zur Verfügung.

„Alle Zimmer sind vermietet, die Wartelisten sind bereits gut gefüllt“, sagt Michael Postert von der Geschäftsführung des Studierendenwerks. Er weist darauf hin, dass die Privatzimmervermittlung des Studierendenwerks, die pro Jahr noch zusätzlich etwa 3.000 Privatzimmer anbieten könne, bei Stoßzeiten schnell an ihre Grenzen gerate.

Erschwerend kommt in diesem Herbst hinzu, dass etliche Studierende, die die letzten drei Semester aufgrund der Corona-Beschränkungen in den Heimatorten verbracht hatten, nun auch erstmals an den Studienort kommen, weil es nun wieder Präsenzveranstaltungen gibt.

Mehr Menschen beschäftigen sich mit der Wohnungsnot

Postert macht die Erfahrung, dass viele Studierende, die hofften, in Karlsruhe ein Zimmer zu finden, kurzfristig aufs Umland ausweichen. „Manche kommen auch vorübergehend bei Freunden auf der Couch oder in der Jugendherberge unter“, sagt er.

Da dies keine Dauerlösungen sein könnten, hofft er auf den Erfolg der Aktion. „Die Kampagne hat in den zurückliegenden Jahren die Karlsruher durchaus erreicht“, meint Luczak-Schwarz. „Es gab zwar nicht die riesigen Zahlen an Zimmermeldungen, aber man merkt, dass sich immer mehr Menschen mit der Problematik auseinandersetzen.“

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