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Naturporjekt

Blütenpracht mit wichtiger Funktion: Bepflanzte Beete sorgen in Grötzingen für ein besseres Stadtklima

Sie sehen schön aus und sind gut für das Klima: In Grötzingen werden jetzt blühende Stauden gepflanzt. Wie sich auch Privataushalte an der Aktion beteiligen können.

Grötzinger Staudenbeet/-kiste: In der Niddastrasse präsentieren die Gaertner der HWK, Ulrike Würz und Andreas Kolbe, die Staudenbeetkiste.
Eine Handvoll Vielfalt: In der Niddastraße präsentieren die Gärtner der Hagsfelder Werkstätten, Ulrike Würz und Andreas Kolbe, die Staudenbeetkiste. Foto: Peter Sandbiller

Dort, wo kürzlich noch ein ungepflegter Rasen wuchs, blühen nun Bergminze, Schafgarbe, Geranium, verschiedene Sedum-Arten und Astern. Die kleine Verkehrsinsel in der Niddastraße in Grötzingen hat eine echte Schönheitskur erlebt.

Es ging bei der Umgestaltung jedoch nicht nur um optische Verbesserungen, sondern das Stadtklima, weshalb die Ortsverwaltung Grötzingen und die Gärtnerei der Hagsfelder Werkstätten (HWK) künftig auch noch weitere Flächen umgestalten wollen.

„Ideengeber für diese Maßnahmen war der Naturtreff Grötzingen“, erklärt Ortsvorsteherin Karen Eßrich, die von dem Ergebnis begeistert ist.

Karlsruher Gärtnerei übernimmt Patenschaft zur Pflege

„Solche blühenden Flächen sehen gut aus, lassen sich einfach pflegen und tun etwas für die Artenvielfalt und das Stadtklima“, schwärmt die Ortsvorsteherin und freut sich darüber, dass die HWK-Gärtnerei auch die Patenschaft für die Pflege übernommen hat.

Vor allem Ulrike Würz und Andreas Kolbe, beide sind in der Gärtnerei für den Zierpflanzenbereich zuständig, werden das Beet betreuen. „Wir beide haben es auch angelegt“, erzählt Kolbe.

Grundlage für die Gestaltung der Beete sind die Staudenkisten, die die Gärtnerei seit diesem Frühjahr im Angebot hat. „In jeder Kiste sind Pflanzen, die für etwa drei Quadratmeter reichen“, erklärt Gärtnerei-Leiterin Nicole Baumann.

„Diese Kisten erleichtern es auch Privatgärtnern, eine schöne und stimmige Fläche zu bepflanzen“, meint sie und fügt hinzu, dass der September und der Oktober ideale Monate sind, um Pflanzen zu setzen.

Schotterflächen und Asphalt sorgen für eine zusätzliche Erhitzung.
Thomas Hauenstein, Sprecher des Naturtreffs Grötzingen

Thomas Hauenstein, Sprecher des Naturtreffs Grötzingen, erklärt, warum Blühstreifen von großer Bedeutung sind: „Die Klimaerwärmung nimmt immer mehr zu, weshalb es auch in den Städten immer heißer wird“, sagt er. „Schotterflächen und Asphalt sorgen für eine zusätzliche Erhitzung.“ Er plädiert daher dafür, Flächen zu entsiegeln und mehr Blumen zu pflanzen.

Begeistert von dem Projekt ist man auch bei den Hagsfelder Werkstätten: „Da wir mit solchen Beeten Vielfalt schaffen, geht es im Grunde genommen auch um Inklusion“, stellt HWK-Hauptgeschäftsführer Michael Auen fest. Ihm ist wichtig, dass Menschen mit Behinderung bei solchen Projekten ihr Können zeigen dürfen. „Wir tragen damit etwas zur Ortsentwicklung bei“, sagt er.

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