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Polizei warnt

Falsche Polizisten erbeuten in Karlsruhe über 26.000 Euro

Erneut haben Trickbetrüger am Freitag und Samstag in Karlsruhe zugeschlagen. Zwei Senioren aus Grünwinkel und Durlach sollten falschen Beamten dabei helfen, angebliche Bankmitarbeiter zu überführen.

ILLUSTRATION - Ein abgelegter Telefonhörer.
Die Polizei warnt erneut vor Trickbetrügern. Sie würden immer nach demselben Muster vorgehen. (Symbolbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Trickbetrüger haben am vergangenen Wochenende in Karlsruhe insgesamt 24.600 Euro erbeutet.

Wie die Polizei mitteilte, war das erste Opfer ein 80-Jähriger aus Grünwinkel. Er wurde am Freitagnachmittag von mehreren falschen Polizisten eines Raubdezernats angerufen.

Die Betrüger informierten ihn darüber, dass die Polizei soeben zwei Räuber festgenommen habe, aber weitere zwei auf der Flucht seien. Bei einem der Festgenommenen habe man die Adresse des 80-Jährigen gefunden. Der Senior sei somit ein potenzielles Opfer.

Senioren sollen Bankmitarbeiter überführen

Man besänftigte den 80-Jährigen damit, dass die Polizei bereits nach den Tätern fahnde. Der Mann könne den Beamten derweil bei der Überführung eines Bankmitarbeiters der Falschgeld auszahlt, helfen. Die Betrüger wiesen das Opfer an, 10.800 Euro abzuheben und das Geld einem angeblich zivilen Polizisten zu übergeben.

Der Senior besorgte das Geld und ein Unbekannter holte es bei ihm ab. Daraufhin meldeten sich die Täter nochmals bei dem Mann mit der Information, dass die flüchtigen zwei Räuber gefasst seien.

Frau aus Durlach übergibt 15.800 Euro

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Samstagmorgen in Durlach. Eine 62-jährige Frau, solle dabei helfen einen korrupten Bankangestellten zu überführen.

Die Seniorin hob insgesamt 15.800 Euro von ihrem Konto ab und übergab das Geld den falschen Polizisten.

Die Polizei warnt

Laut Aussagen der Polizei, arbeiten die Täter grundsätzlich immer mit dem gleichen Muster. Zunächst versetzen Sie Ihre Opfer in Angst und erschleichen sich dann ihr Vertrauen. Daraufhin werden die Angerufenen gebeten der Polizei oder einem Angehörigen zu helfen und sie erkundigen sich über die Vermögensverhältnisse.

Anschließend werden Falschgeldprüfungen, Inverwahrungnahmen von Vermögenswerten oder angebliche Kautionszahlungen wegen eines schweren Unfalls durch die angebliche Polizei vorgegeben.

Zudem werden die Angerufenen immer zur Verschwiegenheit verpflichtet. Das Geld sowie Wertgegenstände werden letztlich von den Opfern an sogenannte Geldabholer an der Wohnanschrift oder einem vereinbarten Ort übergeben.

Das empfiehlt die Polizei:

  • Bei Anrufen keine Angaben zu Vermögensverhältnissen zu machen, auch nicht, wenn jemand in Not ist
  • Auflegen und die Polizei kontaktieren
  • Ältere Angehörige sollten aufgeklärt werden; es empfiehlt sich immer ein Rückruf bei einem Bekannten oder Verwandten, bevor Geld übergeben wird, auch wenn man zur Verschwiegenheit verpflichtet wird
  • Geld und Wertgegenstände sollten im vier Augenprinzip verwaltet werden

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