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Blick in die Geschichte

Historiker und Fischer rekonstruieren frühere Fischbestände und die Fischerei an der Murg

KIT-Wissenschaftler haben die Fischbestände in der Region vor 100 Jahren untersucht und mit heute verglichen. Historische Aufzeichnungen zur Murg liefern wichtige Daten für die Renaturierung des Gewässers

Wie früher: Bei der Badner Halle in Rastatt wurde die Murg in den vergangenen Jahren ausgebremst und renaturiert Foto: Hans-Jürgen Collet

Karpffen, Hecht, Breßen, Bersing, Rotteln, Lauga, Grundeln, Erling, Neünagkh, Ähl, Vohrlen, Aschn, Selmeling, Salmen, Lax, Fören, Rutten, Krässen, Schnatfisch, Dropfpfen, Schleyen, Barmen, Norba, Remling, Lampfreten, Berling, Stechling und Krepfs: All diese Fischarten hat es laut einem handschriftlichen Vermerk aus dem Jahr 1600 in der Murg bei Rastatt gegeben. Laien werden bereits beim Breßen ungläubig den Kopf schütteln, und selbst Experten können nicht jedem Namen eine Fischart zuordnen. „Manche Fischarten kommen sogar mehrfach vor“, sagt Tilman Wagle So seinen Selmeling, Salmen und Lax alles Bezeichnungen für den Lachs.

Warum auf dem Papier gleich mehrere Namen für ein und dieselbe Fischart auftauchen, darüber kann der Historiker vom Institut für Technikzukünfte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) jedoch nur spekulieren. „Wahrscheinlich wurde mit den verschiedenen Namen die unterschiedliche Größe oder das unterschiedliche Alter der Fische beschrieben“, sagt Wagle.

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