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Während der Pandemie

Hunde haben im Karlsruher Stadtwald viele Rehe totgebissen

Während der Corona-Pandemie waren viele Menschen mit ihren Hunden im Wald unterwegs – und wohl auch der ein oder andere Wolf. Das hatte tödliche Folgen.

Ein totes Reh auf einer Wiese
Opfer einer Hetzjagd: Das Reh wurde von einem Hund mehrmals gebissen. Foto: Frank Schröder

Während der Corona-Pandemie haben Hunde in den Karlsruher Stadtwäldern zahlreiche Rehe gerissen. „Nach den Wochenenden haben wir im Wald regelmäßig schreckliche Bilder von totgebissenem Rehwild gesehen“, sagt der städtische Wildtierbeauftragte Stefan Lenhard.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, habe er gemeinsam mit den Karlsruher Jagdpächtern viele Gespräche mit Hundebesitzern geführt. „Der Wildtierschutz ist während der Pandemie wichtiger geworden“, betont Lenhard.

Deshalb müsse die Öffentlichkeit künftig intensiver über das korrekte Verhalten in Naherholungsgebieten und den Umgang mit Hunden im Wald informiert werden.

Wolf ist wahrscheinlich auch in Karlsruhe unterwegs

Außer den Hunden sei mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch ab und an ein Wolf in den Karlsruher Stadtwäldern unterwegs. „Wir haben in Baden-Württemberg drei Rudel und Wölfe legen in einer Nacht bis viele Kilometer zurück. Da kann es gut sein, dass ein Tier auch mal durch Karlsruhe kommt“, betont der Wildtierbeauftragte.

Dass sich der Wolf ähnlich wie Wildschweine oder Waschbären auch im Stadtgebiet breitmacht, hält Lenhard für unwahrscheinlich. „Wachbären und Wildschweine sind Kulturfolger, die sich den Lebensraum des Menschen zu eigen machen. Davon ist er Wolf noch sehr weit entfernt.“

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