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Suche nach Ursache

Entgleister ICE am Karlsruher Hauptbahnhof: Zug ist vom Unfallort verschwunden

Mitarbeitern der Deutschen Bahn ist es am frühen Freitagmorgen gelungen, den in der Nähe des Karlsruher Hauptbahnhofs entgleisten ICE wieder auf die Schienen zu setzen. Am Nachmittag parkten am Unfallort bereits wieder abgestellte Züge.

Entgleister ICE beim Karlsruher Hauptbahnhof
Aus dem Gleis gesprungen: Gegen 9.30 Uhr passierte der Zwischenfall mit dem ICE zwischen Beiertheim und Bulach. Foto: Peter Sandbiller

Der am Donnerstagvormittag am Karlsruher Hauptbahnhof entgleiste ICE steht wieder auf den Schienen. Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Freitagmorgen bestätigte, konnten die Mitarbeiter der Bahn den Hochgeschwindigkeitszug gegen 3.15 Uhr in der Nacht wieder auf die Schienen setzen.

Aus bislang unbekannter Ursache war der hintere Wagen des Zugs am Donnerstag beim Rangieren auf einem Abstellgleis aus den Schienen gesprungen. Da der Zug zu diesem Zeitpunkt leer war, gab es keine Verletzten. Auch der Lokführer blieb unverletzt. Der Zugverkehr auf den Hauptgleisen wurde durch den Unfall nicht gestört, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Am Freitagmorgen stand der Zug nach wie vor am Karlsruher Hauptbahnhof, wie die Bahnsprecherin erklärte. Neben der Suche nach der Ursache werde auch geprüft, ob der Zug mit eigener Kraft vom Unfallort rollen kann oder von dort abtransportiert werden muss. Experten für Zugunfälle untersuchen zudem die Gleise, ob ein technischer Defekt daran für die Entgleisung verantwortlich war.

Am Karlsruher Hauptbahnhof ist am Donnerstag ein ICE entgleist.
Am Freitagmorgen stand der Zug nach wie vor am Karlsruher Hauptbahnhof, wie die Bahnsprecherin erklärte. (Archiv) Foto: Einsatz-Report24

Am Donnerstagmittag hatten an der Unglücksstelle auf dem Edeltrudtunnel zwischen den Stadtteilen Beiertheim und Bulach die sogenannten Aufgleisungsarbeiten begonnen. Ein Einsatztrupp der Deutschen Bahn versuchte dabei, den havarierten ICE mit Hilfe einer Hydraulikpresse wieder auf die Schiene zu setzen.

Wie die Bundespolizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, war der Zug bei langsamer Vorwärtsfahrt entgleist. Die Bundespolizei ermittelte an der Unfallstelle zu den Ursachen. Das werde in solchen Fällen immer so gemacht, schließlich sei das kein alltäglicher Vorgang und der Sachschaden sei hoch, sagte eine Sprecherin.

Betroffen war der hintere Teil des Zuges. Der Fahrer hatte im vorderen Teil gesessen. Der ICE sollte eigentlich auf dem Abstellgleis auf seinen nächsten Einsatz warten. Die Abstellgleise liegen neben der normalen Bahnstrecke. Der Bahnverkehr war deshalb nicht eingeschränkt.

Am Freitagnachmittag stand der Zug nicht mehr an der Unglücksstelle. Stattdessen parkten dort mehrere Nahverkehrszüge.

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