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Virtuelle Runde zum Zuhören

Ikea und dm wollen mit Karlsruher Klimaschützern stärker aufs Lastenrad setzen

Die Karlsruher Initiative „Klimaschutz gemeinsam wagen“ bringt Ikea und die Drogeriemarktkette dm, Stadtwerke und Stadtmarketing, Baubürgermeister Daniel Fluhrer und seinen Radplanerchef virtuell zusammen.

Per Lastenrad kommt in der Stadt auch sperrige Fracht schnell, leise und abgasfrei von A nach B. Das wollen verschiedene Akteure in Karlsruhe deutlich vorantreiben. Foto: dpa Georg Fischer

Der regelmäßige Großeinkauf ohne Auto? Ein Paket am anderen Ende der Stadt abholen, aber klimaneutral? Immer mehr Menschen versuchen, Wege in Karlsruhe ohne Abgas und Lärm zurückzulegen und die Temperaturen vor Ort und global nicht weiter anzuheizen. Damit rückt das Lastenrad stärker in den Blick. Wird das Cargo-Rad der SUV der Zukunft?

Ein virtuelles Podium widmet sich am Donnerstag, 17. Juni 2021, von 18 bis 20 Uhr online per Zoom dieser Frage. Die Runde ist vielversprechend besetzt, die Zuhörerzahl unbegrenzt. Veranstalter ist die Karlsruher Initiative „Klimaschutz gemeinsam wagen“. Sie bringt Vertreter der Wirtschaft und Energiewirtschaft, des Marketings, der Stadtverwaltung und des ehrenamtlichen Lastenrad-Verleihs zusammen.

Eva Wendeberg arbeitet im Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Sie hat den Themenabend mit Karsten Reichenbacher, Inhaber des Karlsruher Fachbüros WerkStadtMobilität, gestaltet. Hochrangige Referenten sind gewonnen.

Karlsruhes Baubürgermeister Daniel Fluhrer und der oberste städtische Radverkehrsplaner Ulrich Wagner sind dabei, Marco Becker von den Stadtwerken Karlsruhe, Dennis Fischer von der Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME), Hanna Schwinn, Marketingleiterin von IKEA Karlsruhe, Mario Bertsch, Bereichsleiter für Datamanagement der Drogeriemarktkette dm mit Sitz in Karlsruhe, sowie Tomasz Kudlej (Radkurier Karlsruhe).

Zehnter Lasten-Karle zum Ausleihen rollt durch Karlsruhe

Mit von der Partie ist auch Manuel Quinting von der Lastenrad-Initiative für die Region Karlsruhe. Deren inzwischen zehn Leih-Transporträder mit und ohne Elektromotor an sieben Stationen, darunter seit März auch in Grötzingen, heißen „Lasten-Karle“. Man kann sie via Internet buchen und kostenlos benutzen, bei erbetener Spende.

Wir möchten zeigen, dass es auch anders geht als mit dem Auto.
Eva Wendeberg, „Klimaschutz gemeinsam wagen“

„Es wird viele verschiedene Einblicke durch die Referenten geben“, verspricht Eva Wendeberg. Ziel sei, Ideen für den Alltag zu vermitteln, Fragen zu beantworten und Impulse zu geben. „Wir möchten zeigen, dass es auch anders geht als mit dem Auto“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin und Mitinitiatorin.

Wendeberg hat selbst kein Auto, aber zwei Fahrräder und praktische Erfahrung auch mit ungewöhnlicher Fracht, etwa Projektmaterial.

Selbstexperimente für umweltfreundliche Mobilität in Karlsruhe

Wer das Thema persönlich vertiefen möchte, findet weitere Anleitung bei der Initiative „Klimaschutz gemeinsam wagen“. Das Kernstück ihres Angebots sind nämlich Selbstexperimente und sogenannte „Klimaknaller“. Da geht es um verschiedene Themen – auch darum, wie klimafreundliche Mobilität funktioniert und praktisch umzusetzen ist, auch wenn etwas mehr zu transportieren ist.

„Tschüss Auto!“ ist einer von sechs Klimaknallern, weitere heißen „Klimafreundlich reisen“, „Ich produziere Strom“, „Mein Geld fürs Klima“, „Mein Geld ist grün“ und schließlich „Versicherungswechsel“.

Eva Wendeberg sagt: „Wir wollen einen Überblick bieten auch da, wo vieles nicht so geläufig ist.“ Selbstexperimente gibt es außerdem zu Müllvermeidung, Ernährung und Konsum. Das Angebot komme an, insbesondere „Tschüss Auto!“ zur Mobilität, so Wendeberg: „Ich kenne einige, die kurz davor stehen.“

Kontakt und Anmeldung

Interessierte können sich per E-Mail an eva.wendeberg@kit.edu anmelden. Sie erhalten dann einen Link für die virtuelle Teilnahme an der Veranstaltung.

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