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Selbst gestalten liegt im Trend

In Karlsruhe gibt es eine große Auswahl an Adventskalendern

Süßigkeiten sind der Klassiker, auch kleines Spielzeug ist oft dabei. Doch inzwischen gibt es Adventskalender zu fast jedem Thema, in vielen Größen und Formen und auch preislich ist die Spannbreite von ein paar wenigen Euro bis über 100 Euro recht groß.

Advent, Advent: Wie auf dem Bild im Fachgeschäft Spielepyramide sind in zahlreichen Karlsruher Geschäften Adventskalender erhältlich. Foto: Jörg Donecker

Derzeit türmen sich die Kalender in vielen Karlsruher Geschäften regelrecht: In Supermärkten, Buchhandlungen und Spielwarengeschäften, sogar in Drogerien werden die Pappboxen mit den 24 Türchen verkauft. Beim Inhalt ist inzwischen eine große Auswahl erhältlich: Pappkalender mit Bildchen dahinter, kleine Bücher und mit Socken.

Parfüm, Schmuck und Kosmetika für Frauen, Bier und Gewürzsaucen für Männer, Kaffee und Müsli für beide Geschlechter. Auch Katzenadventskalender kann man kaufen– als Geschenk für den Stubentiger. Eine Box enthält 24 Leckerlis. So kann auch das liebste Haustier in das Herunterzählen der Tage bis Weihnachten miteinbezogen werden.

Freude machen im seltsamen Jahr

Ein Herr mittleren Alters steht vor dem großen Stapel Kalender bei Karstadt. „Ich suche einen Adventskalender für meine Frau“, sagt er. Seinen Namen möchte er nicht verraten, schließlich könnte die Gattin sonst schon lesen, dass sie ein Geschenk bekommt und die Überraschung wäre kaputt.

„Ich möchte ihr in diesem seltsamen Jahr eine Freude machen“, sagt der Mann, der noch unschlüssig ist, worüber sich seine Frau am meisten freuen würde. Er schwankt zwischen Pralinen und Wohlfühlprodukten.

Selbst gestalten liegt im Trend

Wer es besonders individuell möchte, der gestaltet selber. So wie Sarah Becker. Die junge Frau möchte für ihren Freund einen Adventskalender basteln – so wie im vergangenen Jahr auch schon. „Aber so richtig habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, sagt sie. „Das kommt dann erst kurz vor knapp.“

Sie packt kleine Tütchen und Päckchen, in die unter anderem Nüsse, Schokolade, kleine Kosmetikartikel und Gutscheine zum Beispiel für ein gemeinsames Essen hineinkommen. Vielleicht bastelt Becker auch für sich selber einen Kalender, aber auch das entscheidet sie erst kurz vor dem 1. Dezember.

Maria Roth wählt einen Zwischenweg: Sie nimmt für ihre Tochter kleine, gekaufte Jute-Säcke und verziert sie selber. Dann füllt sie diese mit Pixi-Büchern, Kleinigkeiten zum Basteln und Tee.

An den Adventssonntagen sowie an Nikolaus bekommt die Dreijährige eine „größere Kleinigkeit und etwas Süßes dazu“, erzählt Roth. Preislich wird der Adventskalender dann wahrscheinlich bei etwa 50 Euro liegen – also etwa zwei Euro pro Tag kosten.

Sternebasteln fängt langsam an

Viel gebastelt wird derzeit aber (noch) nicht. Im Schreibwarengeschäft Papier Fischer in der Karlstraße wird aktuell wenig nach Bastelmaterial für die Adventszeit gefragt, berichtet eine Mitarbeiterin.

Auch im Vorjahr sei es im November recht wenig gewesen. „Was momentan viel gekauft wird, sind Zahlen zum Aufkleben auf die Adventskalender und Organzasäckchen, die dann zu Hause befüllt werden§, erzählt die Verkäuferin. Sie geht davon aus, dass viele Fertigkalender gekauft werden.

„Und das Sternebasteln fängt jetzt erst langsam an.“ Vielleicht halten es die meisten Karlsruher so wie Becker und fangen erst kurz vor dem Dezember mit Planen und Basteln

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