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Informationskampagne der Stadt

In Karlsruhe gibt es jetzt Aufkleber für eine bessere Mülltrennung

Fehlwürfe in Mülltonnen verursachen in Karlsruhe Jahr für Jahr hohe Kosten. Gegensteuern will das Amt für Abfallwirtschaft nun mit neuen Aufklebern für Biotonnen. Dadurch sollen die Bürger für die korrekte Mülltrennung sensibilisiert werden.

Mittlerweile darf auch Grünschnitt in die Biotonne. Darüber informiert zum Beispiel der Aufkleber. Foto: Rake Hora

Um die Karlsruher Bürger für die korrekte Mülltrennung zu sensibilisieren, setzt das Amt für Abfallwirtschaft auf eine Informationskampagne mit Flyern und Aufklebern. Nächster Schritt der Öffentlichkeits-Offensive sind neue Sticker auf den grünen Deckeln der Biotonnen.

Mit dem Aufkleber wissen die Leute mit einem Blick, was hier reinkommt und was nicht
Olaf Backhaus, AfA-Chef

Auf der grünen „Ja-Hälfte“ der Kleber sind Bioabfälle, Rasenschnitt, Laub und nicht holzige Grünabfälle in Kleinmengen aufgelistet, auf der roten „Nein-Hälfte““ stehen Tüten aus Plastik und Biokunststoff. „Diese Aufkleber gibt es bald auf jeder Biotonne. Dann wissen die Leute mit einem Blick, was hier reinkommt und was nicht“, begründete AfA-Chef Olaf Backhaus bei seinem Jahresbericht in der öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats Durlach diese Maßnahme.

Grünschnitt war in den Biotonnen viele Jahre lang nicht erlaubt. Mittlerweile könnten die Biovergärungsanlagen in Flörsheim und Westheim aber auch Gartenabfälle zu Strom, Wärme oder Dünger verarbeiten.

Keine Bioverwertungsanlage in Karlsruhe in Sicht

Trotz der weiten Wege für die Entsorgung steht der Bau einer Anlage zur Verwertung von Biomüll in Karlsruhe laut Backhaus nicht zur Debatte. „Wir bewegen uns hier auf dem bekannten Spannungsfeld. Niemand will eine solche Anlage in der Nachbarschaft und dazu herrscht im Stadtgebiet noch ein hoher Flächendruck“, sagte der AfA-Leiter. Deshalb müssen sich die Stadtverwaltung wohl oder übel mit dem Abtransport des Biomülls für 70 Euro pro Tonne arrangieren.

Mit der Informationskampagne sollen vor allem die Fehlwürfe in den verschiedenen Tonnen reduziert und dadurch Sortierkosten eingespart werden. Dafür werden auch weiter Anzeigen mit vermenschlichten Mülltonnen geschaltet.

Mit diesen Aufklebern will die Stadt die Mülltrennungsmoral in Karlsruhe verbessern. Foto: Ekart Kinkel

Kritik an der uneinheitlichen Gestaltung von Anzeigen und Aufklebern gab es von Stefan Noe. „Das passt nicht wirklich zusammen, da fehlt die Corporate Identity“, sagte der FDP-Ortschaftsrat. Deshalb solle sinnvollerweise ein „kleiner Wettbewerb“ zur grafischen Gestaltung solcher Flyer und Kleber aus der Taufe gehoben werden, am besten unter den Kunst-Leistungskursen an Karlsruher Schulen.

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