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Fest mit Info-Angeboten

Beim Familientag des DRK im Karlsruher Zoo wird nicht nur den Bären geholfen

Der Familientag des Deutschen Roten Kreuz im Karlsruher Zoo ist ein Dankeschön für engagierte Mitstreiter. Aber auch andere Besucher erhalten dabei interessante Einblicke in die Arbeit des DRK.

Menschen stehen im Karlsruher Zoo in einem Zelt des DRK
DRK-Familientag im Zoo: Katja Helfenbein (DRK), Papa Rene Helbing, Luke, Tius, Jasmin Helbing (von links). - Foto: Jörg Donecker

Den Bären geht es gar nicht gut. Drei Tiere liegen nebeneinander auf Tragen in einem Rettungszelt. Eines ist verletzt; man muss es verbinden, was die 5-jährige Nicole schon sehr gut macht und außerdem muss man den Notfall an die Leitstelle melden. Auch das übernimmt fachmännisch Jaden (4) und bekommt die fernmündliche Anweisung: „Tröste den Bären, bis wir kommen.“

Doch Halt! Glücklicherweise handelt es sich nicht um echte Bären - was ja in einem Zoo theoretisch möglich wäre - sondern um große Spielzeugbären, die schon den Jüngsten anschaulich machten, was in einem Notfall zu tun ist. Das „Bärenhospital“ war eine der vielen Attraktionen für Groß und Klein, anlässlich des zehnten DRK-Familientages am Samstag im Zoo Karlsruhe.

Bereits am Eingang, wo Fördermitglieder und Aktive freien Eintritt genossen, wurde klar: Hier ging nicht nur um Spaß alleine, sondern auch darum, die lebensrettende Arbeit des Roten Kreuzes ins Licht eines kühlen, freundlichen Frühlingstages zu rücken.

So verbindet man das DRK auch mit schönen Sachen.
Katherina Mauch, ehrenamtliche Mitarbeiterin

So begrüßte neben dem Kassenhäuschen ein Stand mit kleinen Igeln namens Erwin als Maskottchen des Kindernotarztwagens die heranströmenden Besucher. Die DRK-Ehrenamtliche Katherina Mauch aus Östringen, mit Nichte Lotta (5) angereist, meinte „Ich finde die Aktion klasse. So verbindet man das Rote Kreuz auch mit schönen Sachen.“

Ein paar Meter weiter wartet ein ernsteres Thema auf die Besucher. Mandy Koch von Blut.eV aus Weingarten nimmt Proben für Stammzellenspenden ab. Über das Labor werden die Daten der Proben weltweit verbreitet. Sie registriert eine große Bereitschaft der Besucher. Gut so. „Es warten aktuelle sehr viele Patienten auf eine Stammzellenspende.“

Aksana Novikova, Geschäftsstellenleiterin DRK-Kreisverband Karlsruhe, freut sich: „Wir wollen einfach den vielen Mitarbeiterin, Ehrenamtlichen und Aktiven des DRK mit ihren Familien einen schönen Tag machen. Aber auch die Bevölkerung ist eingeladen.“ Viele Mitstreiter des DRK sind auch an diesem Tag im Einsatz. So etwa Maximilian Scheer, Vorstandsvorsitzender des DRK Ortsvereins Karlsruhe Stadt, der seinen reich ausgestatteten „Gerätewagen Sanität“ zeigt.

Kindern wird die Angst vor Fahrzeugen für den Notfall genommen

Mit zwei dieser Wagen kann ein unerwartet auftretender Notfall wie etwa ein Straßenbahnunglück versorgt werden. Auch er begrüßt den Familientag. „Hier kann man Kindern die Angst vor einem Notfallfahrzeug nehmen.“ Die Kleinsten allerdings haben ein paar Meter weiter einen ganz anderen „Ernstfall“. Sie müssen aufpassen, dass ihnen die Angel beim Entenangeln nicht ins Wasser fällt.

Die dreijährige Lou stellt sich geschickt an und hofft auf einen der Preise. Es ist ein buntes, ein vielfältiges und fröhliches Fest, bei dem auch das leibliche Wohl - beispielsweise mit veganem Curry oder Waffeln - nicht zu kurz kommt. Heribert Rech, Präsident des DRK Kreisverbands Karlsruhe, blickt stolz auf seine Kolleginnen und Kollegen, auf die 42.000 Fördermitglieder, die 3.600 Aktiven in den Ortsverbänden und den 600 Angestellten, darunter die Rettungssanitäter.

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung allen Danke sagen.“ Vor allem, dass sich so viele junge Menschen engagieren, freut Rech: „Ich bin jeden Tag begeistert von den sehr jungen Rotkreuzlern, die mit innerer Überzeugung aktiv sind.“

Buntes Treiben an 20 Ständen des DRK

Obwohl die Zusammenarbeit immer sehr gut funktioniert hat, macht man sich seitens des DRK doch Gedanken über eine neue Form dieser Veranstaltung nächstes Jahr. Es ist angedacht, den Schwerpunkt mehr auf die Mitarbeiter zu legen. Doch an diesem Tag genossen erst einmal alle Familien das bunte Treiben an den 20 Ständen und auf vielen Handys wird sich am Abend gewiss ein Foto von den Kindern mit den überlebensgroßen Fell-Maskottchen finden, die unermüdlich den Zoo durchstreiften.

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