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Aktionen auf wechselnden Straßen in der Karlsruher City

Im August entstehen in Karlsruhe fünf Pop-Up-Radwege

Fahrradspuren für kurze Zeit gibt es jeden Samstag im August auf einer anderen wichtigen Straße in der Karlsruher Innenstadt. Hinter den insgesamt fünf Pop-Up-Aktionen stecken mehrere Karlsruher Organisationen.

Aktionsfläche: In der Fritz-Erler-Straße richtet ein Bündnis Karlsruher Organisationen am zweiten Augustsamstag provisorisch einen Pop-up-Fahrradstreifen ein, und zwar ab der Kreuzung mit der Markgrafenstraße Richtung Süden. Foto: Jörg Donecker

Sechs Karlsruher Organisationen, die sich für mehr Fahrradverkehr einsetzen, schließen sich für fünf Aktionen im August zusammen. Sie markieren für ein paar Stunden jeweils eine wichtige Straße in der City provisorisch neu. Sie wollen zeigen, wie es aussieht, wenn es weniger Autos und mehr Platz für Fahrräder gibt.

An jedem Samstag im August jeweils ab 11 Uhr realisieren Aktive von Fridays for Future, Greenpeace Karlsruhe, den regionalen Gruppen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Critical Mass und Fossil Free je ein solches Pop-up-Modell. Sie nehmen Autofahrern dabei vorübergehend eine Spur weg und stellen sie Radfahrern zur Verfügung.

Zum Auftakt am Samstag, 1. August 2020, nimmt sich das Aktivbündnis die nördliche Karlstraße vor. Dieser Abschnitt zwischen Europaplatz und Stephanienstraße ist Einbahnstraße mit zwei Parallelspuren für Autos.

Er ist seit Jahren verkehrspolitischer Zankapfel in Karlsruhe, der fahrradfreundlichsten Großstadt Deutschlands, die diesen Titel im nächsten ADFC-Fahrradklimatest ab September 2020 behaupten will.

Auftakt in der nördlichen Karlstraße

Die Karlstraße bietet seitlich Autoparkplätze, ein Angebot für Radfahrer aber existiert nicht. Die Karlstraße führt auf mehrere Schulen, die Pädagogische Hochschule und die Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft zu. Die vielen Rad fahrenden Studenten und Schüler kommen in der Karlstraße aber nicht regulär zurück in südliche Richtung. Einige schlängeln sich über die Gehwege.

Die südliche Fritz-Erler-Straße bekommt am Samstag, 8. August 2020, auf der Westseite eine provisorische Fahrradspur zwischen der Kreuzung mit der Markgrafenstraße und dem Mendelssohnplatz.

Faktischer Testlauf: Wo die Waldstraße in die Hans-Thoma-Straße mündet, gab es während einer Fernwärme-Baustelle nur eine Spur für Autos. Radfahrer konnten unverändert auch geradeaus Richtung Zirkel rollen. Auf einem Pop-up-Radweg an der viel von Radlern passierten Kreuzung hätten sie dafür zusätzlich den Platz, den diesmal die Baustellenbaken versperrten. Foto: Jörg Donecker

Damit verlängern die Pop-up-Organisatoren den Zustand, den die Stadt im nördlichen Teil der Fritz-Erler-Straße bereits hergestellt hat. Von der Kaiserstraße bis zur Markgrafenstraße steht Autofahrern und Radfahrern schon jetzt jeweils eine eigene Fahrspur zur Verfügung.

Pop-up-Experiment auch in der Fritz-Erler-Straße

Nach der Ampel am Straßenbahn- und Stadtbahnhalt „Kronenplatz” in der Fritz-Erler-Straße ändert sich das. Autofahrern öffnen sich zwei Fahrspuren. Radfahrer werden von der Fahrbahn in einen Bereich geführt, in dem Fußgänger warten oder bei Grün die Fritz-Erler-Straße überqueren. Danach folgt eine Ein- und Ausfahrt. Wo kurz darauf vor dem Mendelssohnplatz Abbiegespuren für Autos nach links und rechts führen, erreicht der bis dahin seitlich begleitende Radweg dann wieder die Fahrbahn.

Das Pop-up-Experiment demonstriert, wie die Situation sich ändert, wenn die rechte Spur der südlichen Fritz-Erler-Straße für Radfahrer reserviert ist. Auch die weiteren Aktionen sollen dort stattfinden, wo die Initiatoren separate Radspuren grundsätzlich für sinnvoll halten. Wo genau, wollen sie in gemeinsamer Absprache bis Mitte August festlegen.

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