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Fantasievolle Figuren und Musik

Karlsruher Stadtfest und verkaufsoffener Sonntag locken viele Menschen in die Innenstadt

Die bunte Mischung beim Karlsruher Stadtfest kommt an: Am zweiten Tag sind schon vor der Öffnung der Geschäfte viele Menschen in der Innenstadt. Das Musikprogramm im Bühnenbereich läuft bis in den Sonntagabend.

Der Marktplatz als Bühne: Beim Stadtfest-Sonntag in der Karlsruher Innenstadt gibt es Musik, Kulinarisches und buntes Programm rund um die Pyramide und in naher Umgebung. Foto: Jörg Donecker

Mit dem Glockenspiel vom Rathaus und zwölf tiefen Stundenschlägen vom Turm der Stadtkirche setzen auch die ersten wummernden Bässe ein beim Stadtfest-Sonntag auf dem Karlsruher Marktplatz. Das Team am Einlass zum Bühnenbereich ist frisch instruiert.

Die erste Besucherin, eine zierliche Seniorin, zeigt ein blaues Band am Handgelenk vor – das zählt nun nicht mehr. Blau war gestern, heute muss das Einlassband orangefarben sein. Noch viele Male erklären das und die übrigen Sicherheitsmaßnahmen die freundlichen Leute an der Einlasskontrolle.

Die Stimmung trüben diese Regularien nicht. Mal mit, mal ohne Maske genießen die Besucher des Stadtfests das bunte Programm, lassen sich die Sonne auf den Scheitel scheinen und das kulinarische Angebot schmecken.

Mittendrin ernten auch schnittige Maschinen der Motorradstaffel Karlsruhe des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) bewundernde Blicke. Das Duo des Rotkreuz-Stadtverbandes Karlsruhe zeigt ebenfalls bereitwillig das Innere des DRK-Einsatzwagens.

Fotos fürs Familienalbum auf dem Karlsruher Stadtfest

Extra früh sind Helen Schneider aus Durlach und ihre Enkelin Mia an den Friedrichsplatz gekommen. „Gestern war es so voll“, erklärt die flotte Großmutter. Die Künstler in Plüschkostümen, die während des Stadtfestes durch die Innenstadt spazieren, gefallen Schneider besonders gut.

Überraschende Begegnung: Walking Act beim Stadtfest in der Karlsruher Innenstadt am 10. Oktober. Foto: Jörg Donecker

Zwei Fabeltiere ähneln überdimensionalen Insekten. Ungezählte Male zücken Erwachsene die Handykamera und nehmen Souvenirs fürs Familienalbum mit. Die muntere Mia hat sich von der Oma mit himmelblauen Füchsen fotografieren lassen und mit einem violetten Fantasie-Känguru.

Jetzt flitzt die siebenjährige Enkeltochter um den Stand, von dem aus lauter quietschbunte Badeenten in die Welt blicken. Die Schwimmtiere sind das Markenzeichen der Gruppe Round Table 46 Karlsruhe. Sie richtet jährlich das Benefiz-Entenrennen auf der Alb zugunsten sozialer Projekte für Kinder und Jugendliche in und um Karlsruhe aus.

Stand fürs Entenrennen ist selbst ein Renner

Nach einem Enten-Brautpaar am Vortag darf Mia nun noch eine dritte Motivente aussuchen. Für den guten Zweck investiert Helen Schneider zusätzlich in eine „Renn-Ente“, ein Los.

Am Samstag waren wir zeitweise umlagert.
Dominik Breitling, Round Table 46 Karlsruhe

„Am Samstag waren wir zeitweise umlagert“, berichtet Dominik Breitling vom Wohltätigkeits-Verkaufsteam zufrieden. Vom Stadtfest-Sonntag versprechen sich die Round-Table-Engagierten noch einmal großen Zulauf.

Auf der Kleinkunstbühne zwischen Naturkundemuseum und Brunnenfontäne präsentieren sich ehrgeizige Nachwuchstänzerinnen. Wohlwollende Blicke stolzer Eltern begleiten sie. Eher neugierige Blicke erntet die interaktive Kartoffelinstallation „DJ Frietmachine“ nebenan. Von 16 bis 18 Uhr tritt sie wieder in Aktion.

Auf der Aktionsfläche des Jungen Staatstheaters hingegen geht pausenlos was. Gerade jagt eine Prinzessin einen Ritter um das Rasenstück. Die Theaterleute stellen üppig ausgestattete Kostüme in Kindergrößen bereit. Immer wieder neue junge Festbesucher schlüpfen hinein.

Musik am stark gefüllten Karlsruher Marktplatz

Whitepaper ist die erste Band, die am Sonntag auf dem Marktplatz spielt. Als die jungen Musiker um 13 Uhr die Bühne betreten, hat sich der frei zugängliche Bereich rund um die Pyramide schon extrem gefüllt.

Auf Abstand schön: Dem Künstler ist in der Kaiserstraße Aufmerksamkeit garantiert beim Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag in der Karlsruher Innenstadt. Foto: Jörg Donecker

Zwischen Stehtischen, der Warteschlange vor dem Glücksrad der City Initiative Karlsruhe (CIK), der ansässigen und der mobilen Gastronomie ist teils kaum ein Durchkommen. Eineinhalb Meter Abstand von Mensch zu Mensch sind utopisch. Dabei beginnt der verkaufsoffene Sonntag erst: Fünf Extra-Öffnungsstunden steuern die Geschäfte bei, die sich beteiligen.

Jetzt genießen wir das Programm in der City zu viert.
Vater aus einem Karlsruher Höhenstadtteil

Erkennbar nutzen viele Familien den Stadtfest-Sonntag auch zum Einkaufen. Ein Vater erklärt, warum er froh ist über das zusätzliche Angebot: „Unser Sohn wächst zurzeit so rasch, er braucht ständig neue Hosen.“ In der Woche sei nach der Schule neben Sport, Tanztraining und anderen Freizeitterminen einfach wenig Zeit. „Jetzt genießen wir das Programm in der City zu viert und erledigen den Hosenkauf nebenbei mit“, sagt der Familienvater aus einem Höhenstadtteil zufrieden.

Auf dem Kronenplatz gastiert das Wissenschaftsfestival „Effekte“ und schlägt beim kostenlosen Open-Air-Kino mit beliebten Science-Fiction Kinofilmen eine Brücke zwischen gezeigter Fiktion und Forschungsrealität, insbesondere im Bereiche Künstliche Intelligenz. Letztmals in diesem Jahr ist auch das Citymobil von „Das Fest“ nochmal unterwegs an beiden Stadtfest-Tagen. Es bringt Live-Musik auf den Schlossplatz, den Stephanplatz und den Kronenplatz.

Livemusik erklingt auch auf der Bühne auf dem Marktplatz bis in den Abend hinein. Um 14.30 Uhr geht es dort weiter mit „Endeffekt“, um 16 Uhr beginnt der Auftritt von „Mr. Ellis“. Ab 17.30 Uhr gehört „Amy Sue & Friends“ die Bühne. Der Musikpreis „Goldene Gitarre“ 2021 geht an „First Cream“ als beste Coverband der Region und „Ultramaryn“ als beste Band mit eigenen Songs.

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