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Zeugen gesucht

Polizei Karlsruhe ermittelt weiter im Fall der attackierten 14-Jährigen

Eine 14-Jährige wird angegriffen. Nun drohen den Täterinnen Strafen wegen gefährlicher Körperverletzung – zumindest, wenn sie mündig sind. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen.

Haltestelle Marktplatz
An der unterirdischen Straßenbahnstation am Marktplatz griffen die Unbekannten die 14-Jährige an (Symbolbild) Foto: Jörg Donecker

Die Polizei Karlsruhe ermittelt weiter im Fall der 14-Jährigen, die am Freitagabend Opfer eines Gewaltdeliktes geworden ist. Aufgrund der laufenden Ermittlungen könne man allerdings keine Aussagen zu den Tatumständen oder einem Motiv treffen, sagte die Polizei auf Anfrage der BNN.

Die 14-Jährige, die sich am Freitagabend mit ihrem Hund am Karlsruher Marktplatz aufhielt, war gegen 19.20 Uhr angegriffen worden. Die unbekannten Täterinnen waren nach Polizeiangaben zu fünft unterwegs.

Mindestens zwei von ihnen sind laut Zeugenaussagen im ungefähren Alter des Opfers, zwischen 13 und 16 Jahren. Weiterhin wird eine der Verdächtigen als etwa 1,65 Meter groß, mit braunem, schulterlangem Haar und zwei ins Gesicht fallenden Strähnen beschrieben.

Verdächtige waren offenbar stark geschminkt

Die zweite Verdächtige ist etwa 1,60 Meter groß und von kräftiger Statur. Sie war außerdem in einem weißen Kapuzenpullover und dunkler Hose unterwegs. Laut Polizeimitteilung sollen beide von arabischstämmigem Aussehen und stark geschminkt gewesen sein.

Nachdem das Opfer sich in die unterirdische Straßenbahnstation zurückgezogen hatte, wurde sie von der Gruppe verfolgt. Zwei von ihnen schlugen mit der Faust auf sie ein. Erst als Passanten dazwischen gingen, war es der 14-Jährigen möglich, wieder nach oben auf den Marktplatz zu fliehen.

Im vergangenen Jahr wurden im Stadtkreis Karlsruhe 62 jugendliche Tatverdächtige im Zusammenhang mit Gewaltkriminalität polizeilich registriert. 2022 lässt sich nach Angaben der Polizei eine ansteigende Tendenz beobachten.

Ähnlich sieht es mit jugendlichen Opfern von Gewaltkriminalität aus, von denen im Jahr 2021 insgesamt 41 Fälle registriert wurden. Die Polizei weist aber darauf hin, dass dieser Trend lediglich eine Momentaufnahme sei. Valide Rückschlüsse ließen sich daraus aufgrund vielfältiger Einflussfaktoren nicht ohne Weiteres ziehen.

Den Täterinnen drohen, sollten sie strafmündig sein, Verurteilungen wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Jugendstrafrecht sehe eine große Spanne möglicher Sanktionen von Erziehungsmaßregeln bis hin zu freiheitsentziehenden Maßnahmen vor.

Wo können sich Zeugen melden?

Zeugen können sich aber weiterhin unter der Telefonnummer (07 21) 6 66 55 55 melden, um Hinweise zu den Verdächtigen zu geben.

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