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Eigentlich sollte das „Ivy“ eröffnen

„Jackies Delivery“ bringt Karlsruhern Slow Food nach Hause

Corona machte in Karlsruhe die Eröffnung eines neuen Restaurant zunichte. In der Küche wird trotzdem eifrig gekocht – für den Lieferservice, der einen kleinen Vorgeschmack auf das Kommende gibt.

Lieferservice: Das Restaurant im neuen Karlsruher Boutiquehotel 133 musste die Eröffnung wegen Corona verschieben und kocht nun auf Bestellung. Foto: Rake Hora /BNN

Auch der zweite Anlauf sollte nicht klappen. Das „Ivy“ gibt es noch immer nicht. Im Frühjahr platzte der erste Eröffnungstermin, Ende November dann der zweite. Eines aber konnte Corona nicht verhindern: Dass das neue Karlsruher Restaurant seine Gäste bekocht. Diese speisen nun eben nicht im Erdgeschoss des Boutiquehotels 133, sondern zu Hause.

Hinter dem „Ivy“ steckt das Unternehmen Ivy Gastro. Geschäftsführer Anthony Ilter und sein Team machten aus der Not eine Tugend. Statt aufzugeben gingen sie unter dem Namen „Jackies Delivery“ mit einem Lieferservice an den Start.

Bestellung bei „Jackies Delivery“ ist online möglich

So wird in der Karlstraße 34 nun auf Bestellung gekocht. Am Herd steht seit Oktober Mario Aliberti, der in der #heimat im Badischen Hof in Bühl Küchenchef war und jetzt in Karlsruhe mit Slow Food Akzente setzen will.

Auf der Online-Speisekarte gibt es derzeit sechs Salate, neun Hauptgerichte und zwei Desserts. Die Fotos auf der Internetseite sehen vielversprechend aus. Die Bestellung erfolgt online oder per Telefon – möglichst mindestens eine Stunde, bevor sich die Bekochten die Speisen abholen oder bringen lassen.

Frische Falafel und zarter Rinderbraten überzeugen

Die kalte Hauptspeise auf der Karte erscheint ideal als Vorspeise: Die vegane Buddha-Bowl (13 Euro) lässt sich gut teilen. Rotkraut, Saubohnen und Radieschen – alles ist frisch. Die Kichererbsen stammen nicht aus der Dose, und die Falafel sind saftig.

Dass Wert auf Frische und Qualität gelegt wird, schmeckt man auch beim Hauptgang. Der Rinderbraten (15 Euro) ist zart, die dazu gereichten Karotten schmackhaft und die Spätzle hausgemacht. Auch die geschmorte Entenkeule mit Rosinenjus, Rotkraut und Kartoffelknödeln (18 Euro) überzeugt. Bei den Soßen handelt es sich um keine Fertigprodukte. Sie entstehen in der Karlstraße.

Von der veganen Bowl bis zum Rinderbraten: Jackies Delivery bietet neun verschiedene Hauptgerichte sowie Salate an. Foto: Rake Hora

Aliberti und seine Kollegen bereiten derzeit vor allem gut bürgerliche Gerichte zu, darunter auch vegetarische. Aus dem Rahmen fallen die Tagliatelle mit Trüffelvelouté und frischem Trüffel (18 Euro). Die Nudeln haben auch noch eine Stunde nach Abholung genau den richtigen Biss. Als Abschluss munden Mousse au Chocolat und Apple Crumble (jeweils fünf Euro).

Wie es nach Corona mit „Jackies Delivery“ weitergehen soll

Jackies Delivery soll kein Corona-Kapitel bleiben. Auch nach der Eröffnung des „Ivy“ koche das Küchenteam Slowfood für Zuhause, sagt Alisa Becker, Assistentin der Geschäftsführung. Die Speisekarten von Lieferservice und Restaurant werden jedoch nicht identisch sein.

Im „Ivy“ soll keine nur regional geprägte, sondern eine gehobene internationale Küche den Ton angeben. Den Gästen sollen auch Gerichte mit Zutaten serviert werden, die nicht von hier stammen, etwa Argentinisches Steak und Hiramasa Kingfish, also Gelbschwanzmakrele. Und dies in entspannter Lounge-Atmosphäre.

Infos

Küche: Slowfood. Vegetarische, vegane und Fleisch-Gerichte.

Preise: Salate fünf bis 13 Euro, Hauptgerichte 13 bis 18 Euro, Desserts fünf Euro, Mittagstisch ab zehn Euro, Flasche Wein ab 14 Euro. Die Lieferung ist bei Direkt-Bestellung innerhalb von Karlsruhe kostenlos.

Anschrift: Karlstraße 34, 76133 Karlsruhe, Telefon (0721) 46728749, E-Mail: info@jackies-deli.de, www.jackies-deli.de

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 11.30 bis 14 Uhr, 17.30 bis 21.30 Uhr, Sonntag 11.30 bis 14 Uhr und 17 bis 21 Uhr.

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