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Publikumsliebling Maxin10sity aus Ungarn zeigt das Werk „Matter Matters”

Jetzt gibt es bei den Schlosslichtspielen digital eine neue Show

Zur Halbzeit der digitalen Ausgabe der Schlosslichtspiele gibt es eine Zugabe: Eine neue Show wird gezeigt. Sie stammt vom Publikumsliebling Maxin10sity aus Ungarn.

Das verformte Schloss: Die ungarische Gruppe Maxin10sity spielt in ihrem Werk „Matter Matters”unter anderem mit Metall. Foto: Maxin10sity

Für die Fans der Schlosslichtspiele gibt es zur Halbzeit der in diesem Sommer nur digitalen Ausgabe eine Überraschung: Von diesem Wochenende an ist eine neue Show im Programm. Sie stammt von der ungarischen Gruppe Maxin10sity, die seit der Premiere der allabendlichen Projektionen 2015 jedes Jahr mit einer neuen Produktion mit von der Partie und dabei der Publikumsliebling schlechthin ist.

Die Zuschauer jubelten, als sich die Schlossfassade in eine Bibliothek verwandelte und Bücher vorbeiflogen, sie staunten, wenn Tiger und Fische den Barockbau im Herzen der Stadt eroberten. „Die neue Show arbeitet weniger mit realistischen Bildern, sie ist abstrakter”, erklärt Maxin10sity-Kreativdirektor András Sass. Er bedauert, dass er mit seinem Team in diesem Sommer nicht nach Karlsruhe reisen kann. „Für uns ist das wie heimkommen, es fehlt uns wirklich etwas.”

Sass und seine Mitstreiter haben in Karlsruhe Fans und Freunde. „Das Besondere ist ja, dass das Schloss bei den Schlosslichtspielen zum Treffpunkt wird.” In diesem Sommer ist das im Zuge der Corona-Pandemie nicht möglich. Deshalb gingen das ZKM und die Karlsruhe Marketing und Event GmbH neue Wege: Sie sagten die Projektionen nicht ab, sondern verlegten sie in die virtuelle Welt. Großartig findet Sass das. „Es ist gut, Neues auszuprobieren.”

Was wäre, wenn Dinge leben würden?

Viele andere Städte weltweit taten dies nicht. „Es wurden zahlreiche Aufträge gecancelt oder verschoben”, berichtet der Kreativdirektor, der mit seinen Kollegen seit Jahren rund um den Globus tätig ist. Unter anderem zeigten die Ungarn Werke – Projection Mapping genannt – auf dem Bolshoi Theater in Moskau und dem Parlament in Bukarest. Zu Jahresbeginn war Maxin10sity unter anderem mit einer Produktion für einen asiatischen Kunden beschäftigt. Die liegt nun auf Eis.

Schön verziert: Maxin10sity spielt mit der Architektur der Schlossfassade und verhilft ihr zu neuen Mustern und Details. Foto: Maxin10sity

Am neuen Werk für die Schlosslichtspiele arbeiteten seit April rund zehn Mitarbeiter der ungarischen Kreativwerkstatt. Acht Minuten lang ist die Show mit dem Titel „Matter Matters”. Es geht um die Bedeutung der Materie, von den Anfängen über die Gegenwart bis in die Zukunft hinein.

Die Show fragt: Was wäre, wenn Dinge leben und denken würden, wenn sie sich ständig selbst verändern und neu formen würden? Es geht um die Natur und den Menschen mit dessen Einfluss auf das Geschehen. Wasser, Stein, Gold oder Silber: Die Show spielt mit Materialien und der Architektur des Schlosses, dessen Steine zu schweben und selbst zu singen scheinen.

Sass freut sich auf die Show

András Sass wird am Wochenende in Ungarn am Rechner sitzen und digital seine Show verfolgen. Weitere Werke sind im Programm: Attitude Indicator und Changes 3 , die beide neu für die digitale Ausgabe der Schlosslichtspiele programmiert wurden, sowie besonders beliebte Werke der Vorjahre. Da ist es selbstverständlich, dass auch der erste Beitrag der Ungarn für Karlsruhe präsentiert wird, 300 Fragments aus dem Jahr des 300. Stadtgeburtstags. „Ich bin gespannt, wie das alles in der digitalen Ausgabe aussieht”, so Sass.

Farbenfroh: Hier verwandelt sich das Schloss in ein Kunstwerk. Foto: Maxin10ity

Bisher konnte er noch nicht reinschalten, „aber ich habe viel Gutes auf Facebook gesehen”. Entsprechend gespannt ist er auf die Erfahrung, sich per Mausklick ans Karlsruher Schloss zu beamen. „Und nächstes Jahr sehen wir uns dort hoffentlich dann alle wieder persönlich”, sagt Sass.

Die digitalen Schlosslichtspiele laufen noch bis einschließlich 13. September. Jeden Abend wird der Livestream um 20.15 Uhr gestartet, um 22 Uhr beginnt ein zweiter Durchgang.



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