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Unklarheit über weitere Lieferungen

Karlsruhe bremst Erwartungen: Nicht jeder über 60 wird aktuell geimpft

Astrazeneca geht in der Regel an Menschen über 60 Jahre. Doch Karlsruhe bremst die Hoffnungen vieler: Nicht jeder in dieser Altersklasse erhält jetzt schon den Piks.

Impfberechtigt seien weiterhin ausschließlich Menschen mit höchster und hoher Priorität, teilt die Stadt Karlsruhe mit. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Nach einigem Wirrwarr bei Impfungen für Über-60-Jährige bremst die Stadt Karlsruhe nun die Hoffnung vieler Menschen: In Baden-Württemberg könne derzeit nicht jeder über 60 Jahren auf den baldigen Piks hoffen.

Impfberechtigt seien weiterhin ausschließlich Menschen mit höchster und hoher Priorität. Dies betrifft alle über 70 Jahren. „Noch nicht generell impfberechtigt sind Menschen ab 60 Jahren“, so die Stadt. Sie könnten sich nur die Spritze geben lassen, wenn sie etwa durch die Ausübung ihres Berufes dazu berechtigt sind, zu einer definierten Risikogruppe gehören oder als Kontakt- oder Betreuungsperson eine Impferlaubnis haben.

Zuletzt hatten Leser den BNN berichtet, dass dies in den Impfzentren sehr unterschiedlich gehandhabt wurde. Hintergrund ist, dass in Deutschland Astrazeneca in der Regel an Menschen über 60 Jahren geht.

Betrieb in den Karlsruher Impfzentren lief auch über Ostern

Über 100.000 Impfungen wurden bisher sowohl im Zentralen Impfzentrum in der Messe Karlsruhe, im Kommunalen Impfzentrum in der Schwarzwaldhalle und über die Mobilen Impfteams (MIT) verabreicht. Auch an Ostern lief der Betrieb.

So wurden in der Messe durchgängig 1.500 Menschen pro Tag geimpft, in der Schwarzwaldhalle zunächst 350 und ab Ostersonntag täglich 800 Menschen. Alles in allem kommt man auf insgesamt 107.838 Impfungen. 68.901 Menschen haben ihre Erstimpfung erhalten, 38.937 bereits ihre Zweitimpfung.

Unklar ist der Umfang der Impfstoff-Lieferungen

Bis Mitte April soll die Planung von Impfterminen für alle Karlsruher Einrichtungen des Betreuten Wohnens, Werkstätten für behinderte Menschen sowie weitere Einrichtungen der Eingliederungshilfe abgeschlossen sein. „Die Impfungen finden fortlaufend in den nächsten Wochen statt“, teilt die Stadt mit. Im nächsten Schritt folge entsprechend dem Leitfaden des Sozialministeriums die Vergabe von MIT-Impftermine für Obdachlosenunterkünfte.

Nadelöhr bleibe die Verfügbarkeit des Impfstoffs. Bis zu diesem Mittwochnachmittag lägen noch keine konkreten Informationen über den Umfang der Lieferungen in den kommenden Tagen vor. „Wenn im Laufe der Woche noch Impfstoff eintrifft, werden am Samstag, 10. April, vormittags Termine in das Terminvergabesystem eingepflegt“, verspricht die Stadt Karlsruhe.

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