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Unterstützung für Schausteller in Corona-Krise

Karlsruhe erlaubt Weihnachtsmarktbuden in der Innenstadt

Christkindlesmarkt und Eiszeit wurden bereits abgesagt und am Heiligen Abend wird es im Corona-Jahr keine vollen Kirchen geben. An einigen Buden dürfen während der Adventszeit in der Innenstadt aber zumindest vorweihnachtliche Schmankerl verkauft werden.

Verlängert: Schausteller dürfen ihre Verkaufsstände an dezentralen Plätzen wie hier am Kirchplatz St. Stephan laut dem aktualisierten Notprogramm bis Ende März aufstellen. Foto: Jörg Donecker

Um die Schausteller während der Corona-Krise zu unterstützen, hat der Gemeinderat das bisherige Notprogramm durch einen einstimmigen Beschluss zeitlich und räumlich erweitert. Bis zum 31. März dürfen Schausteller und Festwirte an mehreren dezentralen Plätzen mobile Buden aufstellen und Waren feilbieten.

Buden auch auf dem Festplatz möglich

Bisher durften auf dem Stephanplatz, dem Kirchplatz St. Stephan, am unteren Kronenplatz, auf der Nordseite des Marktplatzes sowie auf dem Friedrichsplatz vor der Handwerkskammer und an der Lammstraße jeweils maximal drei Verkaufsstände aufgebaut werden.

Nun wurde diese Erlaubnis auf die Südseite des Marktplatzes und die Kaiserstraße ausgeweitet. Außerdem darf auch vor dem Schaufenster der Karlsruhe Tourismus GmbH in der Kaiserstraße noch ein Stand platziert werden. Bei Bedarf und einer entsprechenden Nachfrage können laut der aktuellen Verordnung auch noch jeweils drei Stände auf dem oberen Kronenplatz und dem Lidellplatz genehmigt werden. Optional wären auch Buden-Trios auf dem Festplatz und im Zoo möglich.

Schausteller wurden von Krise besonders hart getroffen

Bei der Platzierung der Verkaufsstände will die Verwaltung nach eigenen Angaben auch die Belange der Gewerbetreibenden an den jeweiligen Standorten im Auge haben. Durch das Notprogramm für Schausteller und Festwirte sollen schließlich keine anderen Gastronomiebetriebe Umsatzeinbußen erleiden.

Die Karlsruher Schausteller wurden von der Corona-Krise allerdings besonders hart getroffen. Bis auf die Kerwe in Neureut und das Herbstfest der Schausteller auf dem Messplatz wurden seit dem Beginn der Corona-Pandemie sämtliche Rummel und Volksfeste in der Stadt abgesagt.

Damit können wir wenigstens Essen und Tankrechnungen bezahlen.
Susanne Filder , Schaustellerverband Karlsruhe

Durch das Notprogramm können die Budenbetreiber ihre Umsatzeinbußen zumindest kaschieren. „Damit können wir wenigstens das Essen und die Tankrechnungen bezahlen“, sagte Susanne Filder, Vorsitzende des Schaustellerverbands Karlsruhe, kurz vor der Gemeinderatssitzung. „Und das ist besser als nichts.“

Keine Stehtische erlaubt

Eine komplett unbeschwerte Adventszeit ist für die Schausteller und ihre Gäste allerdings trotz des Notprogramms nicht möglich. Um Menschenansammlungen während der Corona-Krise zu vermeiden, sind Stehtische ebenso wenig gestattet wie andere Verzehrmöglichkeiten vor Ort.

Außerdem müssen die Schausteller spätestens um 20 Uhr die Läden ihrer Buden herunterklappen. AfD-Stadträtin Ellen Fenrich forderte deshalb eine Verlängerung der Öffnungszeiten. „Viele Leute wollen vielleicht nach dem Einkaufen noch eine Wurst essen“, so Fenrich. „Deshalb wäre es schön, wenn die Buden dann noch offen hätten.“

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